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Albertinum wiedereröffnet: Ein Haus der Moderne für Dresden

Das neue Albertinum in Dresden hat am Sonntag für das Publikum geöffnet. Mit 3500 Besuchern war der Andrang groß.

Das Albertinum in Dresden ist offiziell wiedereröffnet worden. Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich erklärte bei dem Festakt am Samstag, das neue Albertinum mache die Kunstmetropole Dresden wieder komplett. In dem sanierten und umgebauten Museums-Komplex sind Werke vom 19. bis zum 21. Jahrhundert zu sehen. Der Umbau war wegen der Jahrhundertflut an der Elbe nötig geworden.

Das Hochwasser hatte Mitte 2002 beträchtliche Schäden an dem Gebäude angerichtet. Tausende Gemälde konnten damals noch rechtzeitig aus dem Untergeschoss gerettet werden. Nach dem Umbau befinden sich die Depots nun hochwassersicher in 17 Meter Höhe über dem vormals offenen Innenhof. Möglich macht dies eine spektakuläre 2.700 Tonnen schwere Brückenkonstruktion.

Der umfassende Um- und Neubau kostete insgesamt 51 Millionen Euro. Mehr als drei Millionen Euro steuerten zeitgenössische Künstler bei, die nach der Flut in einer einzigartigen Solidaritätsaktion eigene Bilder versteigern ließen.

Das neue Albertinum beherbergt zum einen eine umfangreiche Skulpturensammlung mit Werken unter anderem von Auguste Rodin. Zu sehen sind zudem in der Galerie "Neue Meister" rund 300 Werke der Kunst von der Romantik bis zur Gegenwart. Tillich bezeichnete das Albertinum als eine Arche und eines der modernsten Museen Europas. "Es ist ein großes Missverständnis, dass Dresden allein eine Stadt des Barocks ist." Mit dem Umbau hat sich die Fläche für die Moderne vervierfacht.

Bereits zuvor hatte Kunstministerin Sabine von Schorlemer betont, mit der Wiedereröffnung werde Dresden international weiter als Ort der Kunst an Bedeutung gewinnen, der jenseits der barocken Pracht auch moderne Akzente setze. Sie rechne damit, dass die Zahl der Besucher in den Dresdner Sammlungen weiter steigen werde. Zuletzt wurden pro Jahr rund zwei Millionen Besucher gezählt. Zu dem Sammlungen gehören auch die Gemäldegalerie "Alte Meister" sowie das "Grüne Gewölbe", die legendäre Schatzkammer von August dem Starken.

APN/DPA / DPA
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