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Anselm-Kiefer-Ausstellung: Acht Mal Hitlergruß

Ganz schön schwere Kost, die Anselm Kiefer den Besuchern seiner Ausstellung "Heroische Sinnbilder" in Berlin vorsetzt. Erstmals überhaupt in Deutschland werden darin acht Selbstporträts des umstrittenen Malers gezeigt, auf denen er an verschiedenen Orten mit Hitlergruß posiert.

Von Anja Lösel

Schuld ist eine Schallplatte mit Hitlerreden. Ohne die gäbe es die provozierenden Bilder gar nicht, die jetzt in Berlin zu sehen sind. Der Künstler Anselm Kiefer bekam die Platte in den sechziger Jahren in die Hände, hörte sie an - und war schockiert. Plötzlich konnte er sich vorstellen, warum so viele Menschen an Hitler geglaubt hatten. Er beschloss, damals gerade mal 24 Jahre alt, etwas zu tun.

Mit einer Uniform, die er auf dem Dachboden seiner Eltern fand, zog Kiefer los nach Frankreich und Italien, um das Unfassbare zu begreifen, das in der Nazizeit geschehen war. "Besetzungen" nannte er seine Aktionen, bei denen er sich mit dem Faschistengruß in die Landschaft stellte und ablichten ließ. Nach der Rückkehr von seiner Reise malte er acht "Heroische Sinnbilder", die ihn in genau dieser Pose zeigen.

Zum ersten Mal wird dieser Zyklus nun in Deutschland gezeigt: Damals nämlich, als Kiefer die Bilder gemalt hatte, wagte keiner sie auszustellen. Also blieben sie beim Künstler. Die Berliner Sammler Céline und Heiner Bastian haben sie jetzt herausgekramt und restaurieren lassen. In einem einzigen Raum ihres Kunsthauses an der Museumsinsel sind sie zusammen mit drei Künstler-Büchern zu sehen, die Kiefers Reise dokumentieren.

"Einen Schritt mitgehen, um den Wahnsinn zu verstehen"

Man kann sich der Kraft und Intensität der Gemälde kaum entziehen. Schlicht sind sie, klar und ohne das Mythengeraune, das Kiefers spätere Bilder so schwer verdaulich macht. Da steht einfach ein Mann, der die Hand zum Hitlergruß hebt. Mal am Mittelmeerstrand, mal im Gebirge, mal in einer lieblichen Wiesenlandschaft und mal vor dem Thron von Papst Pius XII., der bekanntlich zu den Gräueltaten der Nazis geschwiegen hatte.

Obwohl die Bilder von 1970 stammen, sind sie immer noch provokant und aufregend. Kiefer wollte damals "einen Schritt mitgehen, um den Wahnsinn zu verstehen", sagt er in einem Interview. Am eigenen Leib wollte er erfahren, wie das war mit dem Nationalsozialismus. Erschreckendes Ergebnis: "Ich habe sehr deutlich die Faszination gespürt, die es möglich machte, dass zeitweise die Mehrheit der Deutschen daran glaubte."

Kiefers Vergangenheitsbewältigung stieß in den Siebzigern auf Unverständnis: War dieser durchgeknallte Typ nun ein Nazi oder ein Verrückter? Was sollte das alles? Konnte er die Deutschen nicht einfach in Ruhe lassen mit der Geschichte?

Tatsächlich hatte sich bis dahin kein Künstler der Nachkriegszeit rangewagt an das Thema "Drittes Reich". "Eisiges Schweigen lag über allem", sagt Heiner Bastian. Nur langsam wurde den Deutschen klar, was da passiert war. "Man fing an zu überlegen: Wie ist es möglich, dass jemand tagsüber Kinder umbringt und abends die eigenen Kinder in den Schlaf singt. Das ist unfassbar." Die meisten Künstler wollten sich damals nicht mit Vergangenem beschäftigen, sondern lieber vom Zeitgeist mitreißen lassen, der Pop Art hieß.

Zurück in die Kiste

Übrigens sind Kiefers "Heroische Sinnbilder" alle noch zu haben. Sie gehören nicht den Bastians, sondern dem Künstler selbst. Anselm Kiefer hat allerdings Bedingungen an den Käufer gestellt, die kaum zu erfüllen sind: Die Bilder dürfen nicht auseinander gerissen werden, sollen in Deutschland bleiben und nicht in eine private Sammlung gehen. Unerfüllbar, denn die Preise für Kiefer-Bilder sind hoch, und es gibt kein deutsches Museum, das eine sieben- bis achtstellige Summe dafür hinlegen könnte. So werden sie wohl nach der Ausstellung wieder zum Künstler zurückgehen und womöglich weitere 40 Jahre in Kisten verschwinden. In Frankreich und nicht in Deutschland, denn Kiefer lebt in Paris. Aber das ist dann auch schon egal. Kiste ist Kiste. Schade eigentlich.

Anselm Kiefer: Heroische Sinnbilder. Berlin, Ausstellungsraum Céline und Heiner Bastian, 2. Mai bis 13. September

Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.