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Brasilien: Picasso-Werke aus Museum geklaut

Spektakulärer Kunstraub in Sao Paulo: Drei schwer bewaffnete Räuber haben aus einem Museum Bilder im Gesamtwert von mehreren hunderttausend Euro gestohlen, darunter auch zwei Werke von Picasso. Die Polizei vermutet eine Auftragstat.

Drei schwerbewaffnete Räuber haben aus einem Museum in der brasilianischen Millionenmetropole Sao Paulo Bilder im Wert rund 400.000 Euro gestohlen. Sie entwendeten zwei Stiche des spanischen Künstlers Pablo Picasso sowie Ölgemälde der brasilianischen Maler Emiliano Di Cavalcanti und Lasar Segall, wie eine Sprecherin des Museums Pinacoteca do Estado mitteilte. Die Räuber seien in das Museum gelangt, indem sie normal Eintritt bezahlten, berichtete Museumssprecherin Carla Regina weiter. Sie seien direkt in die zweite Etage gegangen, wo die gestohlenen Werke ausgestellt gewesen seien. Die Räuber überwältigten drei unbewaffnete Aufseher und entkamen mit den Bildern.

Auf dem Weg dorthin seien sie an wertvolleren Werken vorbeigegangen, sagten Polizeiermittler. "Das zeigt uns, dass sie offensichtlich auf Bestellung arbeiteten", sagte der Chef der Polizeiabteilung für das organisierte Verbrechen, Youssef Abou Chain.

Es war der zweite Kunstraub in Sao Paulo innerhalb von einem Jahr. Im Dezember wurden im Kunstmuseum der Stadt zwei Picasso-Werke und ein Gemälde eines brasilianischen Malers gestohlen. Im Januar konnten sie in einem Haus in einem Vorort Sao Paulos sichergestellt werden. Bei den nun gestohlenen Picasso-Stichen handelt es sich um "Minotaur, Trinker und Frauen" von 1933 und "Der Maler und das Modell" von 1963.

AP / AP
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