VG-Wort Pixel

Auktion in London Heftiges Bietergefecht bei Sotheby's um Lucian Freuds Porträt von David Hockney

Eine galerie-Mitarbeiterin von  Sotheby's hält ein gerahmtes Porträt vorsichtig mit Handschuhen in die Höhe
David Hockney, gemalt von seinem Künstler-Freund Lucian Freud. Das Bild wurde am Dienstag bei Sotheby's in London versteigert
© Tolga Akmen
Lucian Freud war schon zu Lebzeiten eine Maler-Legende. 2002 porträtierte er seinen Freund David Hockney, ebenfalls ein Künstler. Fünf Bieter trieben jetzt bei Sotheby's in London den Preis für dieses Werk in die Höhe.

Lucian Freud und David Hockney waren Freunde – und Freud erschuf ein berühmtes Porträt des britischen Malers und Grafikers. Sein markantes Hockney-Porträt wurde jetzt in London versteigert. Laut "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) bekam ein Sammler aus der britischen Haupstadt den Zuschlag.

Fünf konkurrierende Bieter trieben den Preis bei der Auktion am Dienstag bis auf 12,8 Millionen Pfund in die Höhe, wie mehrere Medien berichten. Der Erlös des Bildes war damit etwas höher als erwartet – die obere Schätzung für das Porträt hatte nach Informationen der "FAZ" bei 12 Millionen Euro gelegen. Insgesamt, also inklusive Aufgeld, betrug der Preis 14,9 Millionen Pfund (17,4 Millionen Euro). Das Aufgeld ist eine Art Provision, die der Käufer an das Auktionshaus zahlen muss.

Kunst ist eine gefragte Geldanlage

In Zeiten niedriger Zinsen gelten Kunstwerke als gute Geldanlage, der Kunstmarkt ist daher seit Jahren hart umkämpft. Gemälde erzielen immer neue Rekordpreise.

Das Werk stamme aus einer Privatsammlung und sei zuletzt in der Freud-Schau der National Portrait Gallery im Jahr 2012 öffentlich zu sehen gewesen, so die "FAZ".

Das Gemälde in Freuds unverwechselbarem, expressivem Stil war laut AFP das Produkt von mehr als 100 gemeinsam verbrachten Stunden der beiden Ausnahmekünstler im Jahr 2002.

"Angenehme Erfahrung" – David Hockney saß sehr gerne für Lucian Freud Modell

Hockney bezeichnete es als eine "sehr denkwürdige und angenehme Erfahrung", für das Porträt Modell zu sitzen. Sie hätten, während Freud arbeitete, geplaudert und Tee getrunken. All diese Stunden seien "in das Bild hineingeschichtet. Er hat immer etwas hinzugefügt, selten etwas weggenommen. Das sieht man wirklich."

Der 83-jährige Hockney und der 2011 im Alter von 88 Jahren verstorbene Freud hatten sich 1962 kennengelernt. Freud galt zum Zeitpunkt seines Todes als der größte lebende britische Maler. Auch Hockney wird als einer der größten Künstler des vergangenen Jahrhunderts gefeiert. Für einen Künstler zu Lebzeiten erzielen seine Werke regelmäßig Rekorderlöse.

Auktion in London: Heftiges Bietergefecht bei Sotheby's um Lucian Freuds Porträt von David Hockney

Sehen Sie im Video: Zwei Bilder von Picasso und Mondrian kehren zurück. Die Gemälde waren vor Jahren aus der Nationalgalerie in Athen entwendet worden.

Quellen: AFP, "Frankfurter Allgemeine Zeitung"

anb AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker