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Festspiele von Bayreuth: Star-Dirigent Christian Thielemann: "Ein Pegida-Versteher? Das weise ich weit von mir"

Star-Dirigent Christian Thielemann, der bald die Festspiele von Bayreuth eröffnen wird, spricht im stern-Interview über Deutschtümelei, seine Haltung zur AfD sowie über den Wunsch, weiterhin das Wort "Negerkuss" benutzen zu dürfen.

Christian Thielemann wird die Bayreuther Festspiele am 25. Juli mit einer Aufführung von "Lohengrin" eröffnen

Christian Thielemann wird die Bayreuther Festspiele am 25. Juli mit einer Aufführung von "Lohengrin" eröffnen

Christian Thielemann, 59, möchte sich nicht in die rechte Ecke stellen lassen. Vor ein paar Jahren forderte er, den Pegida-Demonstranten in Dresden besser zuzuhören. Im stern bekräftigte der Star-Dirigent seine Haltung: "Der Meinung bin ich nach wie vor. Dass man Unzufriedenen generell mehr zuhört", sagte er dem Magazin im Gespräch. Ein Pegida-Versteher sei er aber keineswegs. Er findet lediglich, es sei seine Aufgabe, auch denen Gehör zu schenken, die "eine Meinung vertreten, die mir total gegen die Strich geht." 

Thielemann zählt zu den herausragenden Dirigenten der Gegenwart, hat aber im Laufe seiner Karriere schon mehrere Skandale verursacht, etwa als er Ende der 1980er Werke des Komponisten Hans Pfitzner aufführte, eines unbelehrbaren Nationalsozialisten. Das Etikett "deutschtümelnd" will er sich dafür nicht anheften lassen: "Das ist so ein Quatsch", sagt er dem stern. Auch den Vorwurf, er habe dadurch den Zeitgeist nach rechts verschoben, will er nicht gelten lassen: "Ist denn C-Dur nach den zwölf Jahren Hitler etwa anders zu hören als zuvor?"

Christian Thielemann würde gern weiterhin "Negerkuss" sagen

Angesichts von 92 AfD-Abgeordneten im Deutschen Bundestag sowie der Radikalisierung der Gesellschaft zeigt sich Thielemann entsetzt, wie er sagt: "Was ist falsch gelaufen, dass es passiert ist? Wie kann es sein, dass die Leute so aufeinander einstechen?" Immerhin sei er froh, dass die Jahre der Stagnation, in der "die politische Korrektheit die Leute gelähmt" habe, vorbei sei. Die etablierten Parteien seien durch die AfD gezwungen, "Position zu beziehen". Er selbst würde gern weiterhin das Wort "Negerkuss" benutzen dürfen. "Sie glauben doch nicht, dass durch solche Umbenennungen die tatsächlichen Probleme gelöst wären."

Thielemann wird die Bayreuther Festspiele am 25. Juli mit einer Aufführung von "Lohengrin" eröffnen.

anb
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.