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Kommentar

Aus für Musikpreis: Der Echo ist abgeschafft, das Problem bleibt: diese fünf Herren

Einen "vollständigen Neuanfang" versprechen die Macher des Echo. Dafür haben sie den Preis erst mal abgeschafft. Doch die fünf Herren im Vorstand des Bundesverbands der Musikindustrie wollen auf ihren Posten bleiben. Ein Unding.

Der Vorstand des BVMI

Der Vorstand des Bundesverbands der Musikindustrie, der den Echo verantwortet: Bernd Dopp, Frank Briegmann, Patrick Mushatsi-Kareba, Konrad von Löhneysen und der Vorsitzende Florian Drücke (v.l.)

"Seelenlose Kommerzkacke" nannte Jan Böhmermann den Musikpreis Echo bereits 2017. Wie Recht er hatte, zeigte sich ein Jahr später. Der Veranstalter, der Bundesverband der Musikindustrie (BVMI), entblödete sich nicht, Farid Bang und Kollegah auszuzeichnen und auftreten zu lassen. Nach hilflosen Entschuldigungsversuchen über mehrere Tage präsentiert der Verband jetzt seine Lösung: Der Echo wird abgeschafft.

"Man wolle keinesfalls, dass dieser Musikpreis als Plattform für Antisemitismus, Frauenverachtung, Homophobie oder Gewaltverharmlosung wahrgenommen wird", teilte der BVMI am Nachmittag via Facebook mit. Doch dafür ist es längst zu spät. Dass der Echo abgeschafft wird, ist keine mutige Entscheidung des Bundesverbandes der Musikindustrie. Diese Konsequenz war längst unvermeidbar. Oder wer hätte sich im kommenden Jahr zum Echo 2019 einfinden sollen? AfD-Anhänger und Schwulenhasser, Holocaustleugner und Machos? 

Dieser Vorstand sollte gar nichts mehr planen

"Man werde dafür sorgen, dass sich ein solcher Fehler in Zukunft nicht wiederhole", teilte der BVMI mit. Dieser Satz ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Denn statt an personelle Konsequenzen zu denken, wollen die fünf Herren im Vorstand (ja, Sie haben richtig gehört, im Vorstand des BVMI sitzt keine einzige Frau) einfach weiter machen und den nächsten Höllenpreis planen.

Dieser Vorstand sollte gar nichts mehr planen – schon gar keinen Musikpreis. Die Botschaft an Florian Drücke, Frank Briegmann, Bernd Dopp, Patrick Mushatsi-Kareba und Konrad von Löhneysen muss lauten: Verschonen Sie uns mit weiterer "seelenloser Kommerzkacke", treten Sie von Ihren Ämtern zurück.

Treten Sie zurück!

"Im Zuge der aktuellen Debatte mussten wir erkennen, dass wir uns in einem Umfeld wiederfinden, das den Preis in ein falsches Licht rückt“, hatte Vorstandssprecher Drücke nach der aufflammenden Debatte um Kollegah und Farid Bang gesagt - so als sei das alles völlig überraschend über ihn gekommen. 

Der Echo wurde - trotz Warnungen - knallhart durchgezogen

Doch das braune Licht stellte der Vorstand selbst bereit. Er war es, der den Echo 2018 trotz Warnungen, unter anderem durch das Internationale Auschwitz Komitee, knallhart durchzog. 

Deutschland brauche "als drittgrößter Musikmarkt der Welt weiterhin Musikpreise mit Leuchtturm-Charakter", heißt es in der Mitteilung des BVMI. Doch diesem Vorstand scheint es nicht um die Rettung eines deutschen Musikpreises, sondern um die Rettung des eigenen Postens zu gehen. Der versprochene "vollständige Neuanfang" kann nur gelingen, wenn die Herren um Drücke und Co. zurücktreten. Erst dann hat ein Musikpreis in Deutschland wieder eine Chance, ernst genommen zu werden und glaubwürdig zu sein.

Netzreaktionen zum Echo-Aus
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.