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Eurovision Song Contest 2013: Nun soll Merkel auch noch das ESC-Debakel verursacht haben

Die deutsche Kanzlerin wird im In- und Ausland für alles Mögliche verantwortlich gemacht. Nun soll Merkel sogar das miese Ergebnis beim Song-Contest mitverursacht haben, wird in der ARD vermutet.

Man kann nicht behaupten, dass Angela Merkel überall in Europa geschätzt wird. Insbesondere die Griechen und die Zyprer haben einen Rochus auf die deutsche Kanzlerin. Auch Italiener, Portugiesen und Spanier sehen sie kritisch. Sie glauben, dass Merkel es allein sei, die ihre Länder zum Sparen zwinge. Auch hierzulande wird die Regierungschefin für dieses und jenes verantwortlich gemacht. Nun soll sie sogar das miese Abschneiden der deutschen Bewerberin Cascada beim ESC mitverursacht haben. Zumindest wird das in der ARD vermutet.

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber jedenfalls macht bei der Fahnung nach den Gründen für die mageren 18 Punkte für die Bundesrepublik politische Gründe aus. "Wir sind in einer schwierigen Situation. Es gibt sicher auch eine politische Lage", sagte er nach Verkündung des Ergebnisses in Malmö. "Ich will nicht sagen, 18 Punkte für Angela Merkel'. Aber man muss eben auch sehen, da stand nicht nur Cascada, sondern da stand auch Deutschland auf der Bühne." Die Platzierung spiegele nicht wider, was Natalie Horler auf der Bühne geleistet habe. Eine Hintertür hielt sich Schreiber jedoch offen: "Das Ergebnis muss man analysieren, wenn man weiß, wie die Jurys und wie die Zuschauer abgestimmt haben."

Noch vor drei Jahren hatte ganz Europa die deutsche Starterin Lena umarmt und ihr zum Sieg verholfen. Damals gratulierte Merkel: "Lena hat mich mit ihrer Natürlichkeit und Herzlichkeit sehr beeindruckt. Sie ist ein wunderbarer Ausdruck des jungen Deutschlands." Und nun Platz 21. Cascada schnitt schlechter ab als Alex Christensen 2009 in Moskau mit "Miss Kiss, Boom Bang". Er belegte Rang 20. Allein aus Albanien (3), Österreich (6), Israel (5), Spanien (3) und der Schweiz (1) erhielt Cascada für "Glorious" Punkte. Spanien? Da war doch was? Auch die Iberer sind auf Hilfsgelder angewiesen, um ihre maroden Banken zu stabilisieren. Spanien gehört ebenfalls zu den Eurokrisenstaaten. Auch dort führt Merkel nicht die Liste der beliebtesten Politiker an. Wer gab also die Punkte? Deutsche Urlauber?

Cascada nahm ihr Abschneiden ohnehin gelassen. Sie sprach von tollen Tagen in Malmö und der "geilsten Woche meines Lebens, meiner Karriere". Sie meinte: "Ich habe es super erlebt, ich kann nichts anderes sagen." Und nun könne sie endlich wieder nach monatelanger Abstinenz Sekt trinken.

tso