Gitarren-Legende Les Paul mit 94 Jahren gestorben


Les Paul ist tot. Der Mann, dessen Liebe zur Gitarre die Geschichte der Rockmusik nachhhaltig prägte, ist im Alter von 94 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben.

Als Experte mit der elektrischen Gitarre und der Entwicklung moderner Aufnahmetechniken war er weltberühmt geworden. Eine E-Gitarre, die "Gibson Les Paul" wurde nach dem Musiker benannt.

Paul wurde unter dem Namen Lester William Polfuss in dem ländlichen US-Staat Wisconsin geboren. Schon als Junge spielte er Banjo und Gitarre und war nach eigenen Angaben ein begeisterter Bastler, der Elektrogeräte zerlegte und wieder zusammenbaute.

In den 30er und 40er Jahren trat Paul mit zahlreichen Big Bands und Musikgrößen wie Bing Crosby, Nat King Cole und Frank Sinatra auf. Später landete er mit seiner damaligen Frau, der Sängerin Mary Ford, große Hits mit den Songs "How High the Moon" und "Vaya Con Dios". Bei einem Autounfall im Jahr 1948 wurde er schwer am Arm verletzt, aufs Gitarrespielen wollte er dennoch auf keinen Fall verzichten. Er gab dem Arzt die Anweisung, seinen Arm im rechten Winkel zu richten, dass er weiter eine Gitarre halten könne.

In den 50er Jahren brachte er die von ihm entworfene "Gibson Les Paul"-Elektrogitarre auf den Markt, die später von vielen Künstlern, darunter Eric Clapton und Pete Townshend, gespielt wurde. Der mehrfache Grammy-Gewinner erhielt im Laufe seiner langen Karriere viele Ehrungen. 1988 wurde er in die "Rock and Roll Hall of Fame" aufgenommen. Bis ins hohe Alter trat der an Arthritis leidende Gitarrist noch in Clubs und bei Konzerten auf. "Wenn man dickköpfig ist, geht alles», scherzte er einmal in einem Interview mit der "Washington Post". "Ich spiele mit den Fingern, die mir noch geblieben sind".

ins/DPA


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