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Musikpreis: Skandale und schräge Töne: Das waren die größten Aufreger der Grammy-Verleihung

Der Grammy ist der wichtigste Musikpreis der Welt. Bei seiner Verleihung am Sonntagabend gab es neben wichtigen historischen Siegen auch einige bizarre Momente. 

Katy Perry, Drake, Joy Villa: Die Aufreger der Grammys

Katy Perry, Drake und Joy Villa gehörten zu den Aufregern der Grammys. 

Picture Alliance / AFP

Die Grammy-Verleihung stand in diesem Jahr im Zeichen der Frauen. Michelle Obama begeisterte die Zuschauer mit einem überraschenden Auftritt, Cardi B gewann als erste Frau den Grammy für das "Rap-Album des Jahres" und die meisten Auftritte kamen von Musikerinnen. 

Grammys: Drake kritisiert Verleihung

Doch die extravagante Show in Los Angeles sorgte auch für ein paar Aufreger. Mit einem Überraschungsauftritt von Michelle Obama wurden gleich zu Beginn politische Töne angeschlagen.

Doch auch Rapper Drake setzte ein Zeichen. Er gewann den Grammy für seinen Song "God's Plan" und nutzte seine Dankesrede, um gegen die Entscheider des Awards zu sticheln. "Schaut mal, wenn es Leute gibt, die reguläre Jobs haben, die im Regen und Schnee rauskommen und Geld ausgeben, um Tickets für deine Shows zu kaufen, brauchst du das hier nicht", sagte er.

Eine klare Kritik, die offenbar nicht gut ankam. Obwohl er noch nicht fertig war, wurde Drakes Mikrofon kurzerhand abgeschaltet und in die Werbung übergeleitet. Eine Entscheidung, die Fans kritisierten. Ein Sprecher der Grammys erklärte die Entscheidung später so: "Während Drakes Rede gab es eine natürliche Pause. Daher nahmen die Produzenten in diesem Moment an, dass er fertig war, und schnitten dann über zur Werbung."

"Build the Wall"-Kleid

Grammys Joy Villa

Joy Villa kam im "Build the Wall"-Kleid

Picture Alliance

Politisch wurde auch die Sängerin und Trump-Befürworterin Joy Villa, die in einem Kleid über den roten Teppich schritt, auf das Backsteine gedruckt waren sowie der Schriftzug "Build the Wall". Dazu trug Villa eine "Make America Great Again"-Tasche. Im vergangenen Jahr trug die 27-Jährige eine Robe, mit der sie gegen Abtreibungen protestierte.

Die Musikerin ist mittlerweile mehr für ihre Trump-Outfits als für ihre Musik bekannt. Ob es das ist, was sie erreichen möchte, dürfte fraglich sein. Weniger politisch präsentierte sich derweil Sängerin Katy Perry. Sie sollte mit einer Coverversion von "Here You Come Again" Country-Legende Dolly Parton Tribut zollen. Bei den Zuschauern floppte ihre Version jedoch.

War Katy Perry unvorbereitet?

Auf Twitter machten sich viele Nutzer über den "I Kissed a Girl"-Star lustig. "Ich habe Krieg gesehen. Ich habe Gewalt gesehen. Aber ich habe noch nicht so einen barbarischen Mord gesehen, wie den, den Katy Perry gerade an Dolly Parton verübt hat", schrieb ein Nutzer. "Katy Perry sollte von allen Dolly-Parton-Tributen verbannt werden", beschwerte sich eine andere. 

Besser machte es dafür Miley Cyrus, die mit ihrer Patentante Parton deren Hit "Jolene" performte. 

Ariana Grande feiert ihre eigenen Grammys

Im Vorfeld der Grammys wurde spekuliert, der im vergangenen Jahr verstorbene Rapper Mac Miller würde posthum mit dem "Rap-Album des Jahres"-Award geehrt werden. Die Gerüchte wurden befeuert, als Millers Familie extra für die Zeremonie eingeflogen wurde. Am Ende gewann Cardi B als erste Frau überhaupt den wichtigen Preis und schrieb damit Geschichte. Wenig begeistert war Ariana Grande von dieser Entscheidung. Sie twitterte "Trash" ("Müll"), löschte den Tweet aber anschließend und erklärte, dass sie nichts gegen Cardi B habe. Ihre Enttäuschung galt wohl eher der Familie ihres Ex-Freundes Miller.

Grande selbst trat bei den Grammys nicht auf. Weil die Veranstalter angeblich nicht wollten, dass sie ihren Hit "7 Rings" performt, hatte sie kurzerhand abgesagt. Auf Instagram schrieb die 25-Jährige: "Wenn Zac Posen dir eine Robe maßschneidert, ist es egal, ob du singst oder nicht" und postete dazu Bilder von sich in dem hellblauen Kleid. 

Grammy Awards 2019
ls