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Rap-Video "Is' mir egal"-Sänger bezeichnet Böhmermann und Erdogan als "Homopaar"

Kazim Akboga
Rappt auf Böhmermann und Erdogan: Kazim Akboga in dem inzwischen gelöschten Video.
© Facebook/Kazim Akboga
Ex-DSDS-Teilnehmer Kazim Akboga, der mit "Is' mir egal" einen Youtube-Hit landete, rappt auf Jan Böhmermann und Recep Erdogan. "Ihr seid ein Homopaar", singt er in einem Video - und bekommt es dann mit der Angst zu tun.

Im vergangenen Jahr überraschte er mit seinem Rap-Song "Is mir egal" die Jury von "Deutschland sucht den Superstar". Zum Recall hat es für Kazim Akboga nicht gereicht, trotzdem wurde das Lied mit der defätistischen Grundhaltung und Zeilen wie " Keine Geld - is' mir egal, zweite Mahnung - is' mir egal, Roboter mit Senf - is' mir egal" zum Youtube-Hit. Mehr als 15 Millionen User haben es bereits gesehen, die Berliner Verkehrsbetriebe machten eine umgetextete Version zum "BVG-Song".

Jetzt legt Akboga nach - und hat sich dafür ausgerechnet den Streit zwischen Jan Böhmermann und Recep Tayyip Erdogan ausgesucht. Auf seinem Facebook-Profil veröffentlichte der 33-Jährige am Freitag ein Musikvideo, in dem er sich seinen eigenen Reim auf den Satirestreit macht. "Hallo Jan Böhmermann, was machst du mit Erdogan? Der hat doch nichts gemacht, nur ein bisschen Größenwahn", rappt der ausgebildete Werbetexter um dann an den türkischen Präsidenten gerichtet  zu singen: "Hallo Herr Erdogan, was machst du mit Böhmermann? Der hat doch nichts gemacht. Der ist doch ein Komiker."

Kazim Akboga singt über Böhmermann und Erdogan als "Homopaar"

Soweit - so harmlos. Doch es geht noch heftiger zur Sache. In der zweiten Strophe legt Akboga nach und bezeichnet Böhmermann und Erdogan als "Homopaar". Man solle keinen Krieg entfachen, sondern lieber Liebe machen, heißt es in dem Schüttelreim. Und dann rappt er: "Ihr seid ein Homopaar." Knapp 50 Sekunden dauert der Clip, zu dessen Schluss sich Akboga einen "Zungenküss" und noch einiges mehr von Staatspräsident und Satiriker wünscht.

Video am Sonntag gelöscht

Doch zwei Tage und 4000 Kommentare später bekam es der Sohn türkischer Einwanderer, der in Schweinfurt aufgewachsen ist, mit der Angst zu tun. Nach heftigen Reaktionen und Anfeindungen löschte er das Video am Sonntag. "Ich wollte die Sache etwas auflockern, habe jedoch das Gegenteil bewirkt. Ich will kein Öl ins Feuer gießen und die Sache so schnell wie möglich vergessen. Ich bitte um euer Verständnis", schrieb er als Entschuldigung. 

Is' mir egal? Die Meinung seiner Fans dann offenbar doch nicht.


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