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"Shallow": Alles nur geklaut? Lady Gaga droht Millionenklage

Mit "Shallow" landete Lady Gaga einen Welthit und gewann zudem einen Oscar. Doch nun droht ihr eine Klage in Millionenhöhe. Ein unbekannter Songschreiber behauptet, die Sängerin habe von ihm geklaut.

Lady Gaga

Lady Gaga bei ihrem Auftritt während der 88. Academy Awards

Es war der Gipfel ihrer bisherigen, an Höhepunkten ohnehin nicht armen Karriere: Am 24. Februar dieses Jahres erhielt Lady Gaga den Oscar in der Kategorie Bester Filmsong für "Shallow", das von ihr mitgeschriebene Lied aus dem Film "A Star Is Born". Darin spielt sie neben Bradley Cooper auch die Hauptrolle.

In zahlreichen Ländern stürmte der Song die Spitze der Charts - darunter den USA und Großbritannien - und verkaufte sich bis heute mehr als drei Millionen Mal. Auf der Musik-Streamingplattform Spotify gehört "Shallow" mit knapp 800 Millionen Abrufen zu den meistgespielten Songs aller Zeiten. 

Doch jetzt droht der 34-Jährigen eine Klage in Millionenhöhe, wie das amerikanische Online-Magazin "Page Six" berichtet. Der unbekannte Songwriter Steve Ronsen behauptet, Lady Gaga und ihre Co-Autoren hätten sich an seinem fünf Jahre alten Song "Almost" bedient.

Lady Gaga engagiert Anwalt

Das Absurde: Der Song weist eigentlich nicht die geringste Ähnlichkeit mit "Shallow" auf (Hier können Sie den Song anhören). Es geht um lediglich drei Noten aus Ronsens Refrain, die eine gewisse Verwandschaft zu dem Welthit aufweisen. Das nimmt der Songschreiber zum Anlass, um mehrere Millionen Dollar zu fordern.

Daran denkt die Oscar-Preisträgerin jedoch nicht im Traum. Sie hat den renommierten Anwalt Orin Snyder angeheuert, der sich nun um die Sache kümmern soll. Der hat sich gleich mit einem kämpferischen Statement an die Öffentlichkeit gewandt: Darin unterstellt er Ronsen und seinem Anwalt, sie wollten auf Kosten einer berühmten Künstlerin leichtes Geld verdienen. "Das ist unverschämt und falsch", so Snyder. 

Der Anwalt betont, die dreitönige Notenfolge, die Ronsen für sich beansprucht, komme in zahlreichen Popsongs vor. Als Beispiel erwähnt er den bekannten Hit "Dust In The Wind" von Kansas. Der wurde bereits 1978 veröffentlicht - also lange bevor Steve Ronsen seinen Song veröffentlichte. Der Klage sieht er gelassen entgegen.

Quelle: "abovethelaw.com", "Page Six"

che