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Festival-Auftritt: Nach abgesagter Show auf "Rock am Ring": Rammstein hat sich geäußert

Das Festival "Rock am Ring" wurde am Freitagabend vorzeitig abgebrochen. Die Headliner-Show von Rammstein wurde abgesagt. Nun hat sich die Band auf Facebook geäußert.

Veranstalter Marek Lieberberg erklärt Journalisten seine Sicht der Dinge auf die Unterbrechung von "Rock am Ring"

Das Festival "Rock am Ring" sollte die Mega-Pfingstparty am Nürburgring werden. Doch am Freitagabend wurde während eines Auftritts der Band Broilers das Festival unterbrochen - wegen einer "terroristischen Gefährdungslage". Innerhalb einer Viertelstunde verließen 90.000 Besucher das Festivalgelände. Die für Freitagabend geplanten Auftritte der Bands Marteria und Rammstein wurden abgesagt.

Rammstein wird die Show nicht nachholen

Die ganze Nacht fragten sich viele Fans, ob die Headliner-Show von Rammstein am Samstag nachgeholt wird. Nun hat sich die Band auf Facebook geäußert - und viele Fans dürften enttäuscht sein. "Rammstein bedauern sehr, dass die Band gestern aufgrund der Festivalunterbrechung nicht bei Rock am Ring auftreten konnte", heißt es auf der Seite. "Wir wissen, dass sich viele Fans auf das Konzert gefreut haben, die nun enttäuscht sind! Auch wir hätten gern gespielt." Leider sei es entgegen anderslautender Gerüchte aufgrund der Festival-Abläufe nicht möglich, die Show am Samstagabend nachzuholen, erklärt das Management der Band.

Die Absage dürfte im vollgepackten Terminkalender der Band begründet sein. Rammstein befinden sich derzeit auf Europa-Tournee: Vor wenigen Tagen trat die Band in Island, Dänemark und Tschechien auf, am Sonntagabend folgt ein Auftritt auf dem Zwillings-Festival "Rock im Park". Damit dürfte das die einzige Deutschland-Show in diesem Jahr sein.

Marek Lieberbergs Wutrede

Festival-Organisator Marek Lieberberg sorgte am Freitagabend mit einer Wutrede vor Journalisten für Schlagzeilen. In einer Pressekonferenz kritisierte der 71-jährige Eventmanager die Behörden und bezeichnete sich selbst als "Prügelknaben". Zur allgemeinen Terrorgefahr sagte er: "Es muss Schluss sein mit 'This is not my islam' (...). Ich möchte endlich mal Demos sehen, die sich gegen diese Gewalttäter richten. 

Ich habe bisher noch keine Moslems gesehen, die zu Zehntausenden auf die Straße gegangen sind und gesagt haben 'Was macht ihr da eigentlich?'. Und ich möchte haben, dass in dem Land etwas geschieht. Dass Gefährder beispielsweise auch festgenommen werden (...)."

Im Fokus der Ermittler standen Angaben der Behörden zufolge drei Verdächtige aus Hessen, von denen mindestens einer Verbindungen in den Bereich des "islamistischen Terrorismus" haben soll. Die Verdächtigen besaßen Helfer-Ausweise und hatten damit Zugang zu sicherheitsrelevanten Bereichen des Festivalgeländes. Mittlerweile wurden die Verdächtigen wieder freigelassen.

Ruhig und gelassen haben die Besucher von Rock am Ring das Gelände nach der Terrorwarnung verlassen