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Rock am Ring: Durch einen Zufall gerieten zwei Syrer in Terrorverdacht

Die Terrorwarnung bei Rock am Ring war falscher Alarm - doch wie kam es überhaupt dazu? Offensichtlich waren zwei Syrer durch einen Zufall bei einer Verkehrskontrolle unter Terrorverdacht geraten.

Polizeibeamte durchsuchen nach dem Festivalabbruch wegen Terrorgefahr das Gelände von Rock am Ring

Polizeibeamte durchsuchen nach dem Festivalabbruch wegen Terrorgefahr das Gelände von Rock am Ring

Wie kam es zum falschen Alarm bei Rock am Ring? Vor der Terrorwarnung bei dem Festival waren der Polizei zwei Männer aufgefallen. Durch einen Zufall waren die beiden Besucher dann unter Terrorverdacht geraten. Die Männer stammen aus Syrien und hatten laut einem Medienbericht offenbar Kontakte zum salafistischen Umfeld in Hessen. Am Donnerstagabend seien sie in Koblenz ins Visier der Ermittler geraten.

Das berichtet die "Rhein-Zeitung" unter Berufung auf Sicherheitskreise. Demnach waren die Männer den Beamten bei einer Verkehrskontrolle aufgefallen. 

"Access all areas"-Bändchen - aber schlechte Organisation

Die Männer hätten "All Area"-Bändchen getragen und damit uneingeschränkten Zugang zum Festivalgelände gehabt. Ihre Namen hätten aber nicht zu denen gepasst, die der Veranstalter den Behörden zum beschäftigten Personal aufgelistet habe. Später habe sich herausgestellt, dass die Männer von einem kurzfristig zur Aushilfe eingesetzten Frankfurter Subunternehmer an den Ring geschickt worden seien.

"Rock am Ring" war am Freitagabend unterbrochen worden, nachdem die Polizei Hinweise auf eine "terroristische Gefährdungslage" erhalten hatte. Knapp 90.000 Menschen mussten das Gelände am Nürburgring verlassen. Das Festival wurde am Samstagmittag wieder fortgesetzt und ging am Sonntagabend friedlich zu Ende.

Die Polizei hatte zunächst drei Verdächtige aus der hessischen Salafistenszene im Fokus, von denen mindestens einer Verbindungen in den Bereich des "islamistischen Terrorismus" haben soll. Die Verdächtigen hätten über Helfer-Ausweise Zugang zu sicherheitsrelevanten Bereichen des Festivalgeländes gehabt, wie die Polizei mitteilte. Die drei vorläufig festgenommenen Männer seien am Samstagmorgen aber wieder auf freien Fuß gekommen, da sich der Verdacht nicht erhärtet habe.

jen / AFP