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Virale Tidal-Satire: So leiden Superstars wie Madonna und Jay Z

Der Streaming-Dienst Tidal von Rapmogul Jay Z verspricht "Musik für alle". Hauptsächlich zu profitieren scheinen aber Superstars. Dies stößt auf hämische Kritik, wie dieser virale Hit zeigt.

Musikmillionäre, die sich darüber beschweren, dass sie nicht genug Geld verdienen - das ist der Flatrate-Musik-Dienst Tidal. Zumindest für den Twitter-User "Unnamed Insider".

Seit Ende März mischt Jay Zs Streaming-Dienst Tidal nun schon den Musikmarkt in 31 Ländern auf und macht damit vor allem Spotify Konkurrenz. Die Unterschiede: Es gibt keine werbefinanzierte Gratisversion. Der monatliche Beitrag für die Basisvariante ist 9,99 Euro. Noch höher wird es, wenn man eine bessere Audioqualität erwartet. Und Tidal gehört den Musikern. Neben Hauptinvestor Jay Z besitzt die A-Liga der Popstars Anteile an der Musikplattform: Kanye West, Beyonce, Madonna, Rihanna, Daft Punk, Alicia Keys, Usher, Nicki Minaj und einige mehr.

Genau darin liegt das Problem. Sie alle sind renommierte Künstler: Kanye West besitzt 120 Millionen Euro auf dem Konto, Rockmusiker Jack White hat immerhin 28 Millionen. Von Newcomern war beim Launch-Event in New York überhaupt keine Rede und das obwohl die Musikplattform mit dem Slogan "Tidal for all" wirbt.

Das störte auch den sogenannten "Unnamed Insider" und stellte eine Videosatire zusammen, die die Geldgier der superreichen Musikstars auf’s Korn nimmt. Die englische Musik-News-Seite "Gigwise" postete den Clip auf ihrem Facebook-Kanal und erreichte prompt über eine Millionen Klicks.

Im Video hinterfragt der Twitter-User das kapitalistische Denken der Stars: "Wie lange können wir uns ihr Leid noch mit ansehen? Dass es Jay Z mit seinen 520 Millionen Euro einfach nicht in den Club der Milliardäre schafft? Wie können wir es verantworten, dass Nicky Minaj nur 47 Millionen Euro schwer ist?"

Auch Madonna bekommt ihr Fett weg. "Ob 740 Millionen Euro ausreichen bei den stetig steigenden Preisen von Altersheimen und Rund-um-die-Uhr-Betreuung?"

Für den „Unnamed Insider“ steht auf jeden Fall eines fest: Tidal ist nicht die Zukunft der Musik und das scheint sich auch zu bestätigen. Bereits nach einem Monat flog Tidal aus den 700 beliebtesten iTunes-Apps.