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The Killers: Zwischen Größenwahn und Heimweh

Fünf Millionen Exemplare hat die amerikanische Band The Killers von ihrem ersten Album verkauft. Mit dem zweiten Werk wollen die Jungs aus Las Vegas die größte Band der Welt werden. Doch der Weg dahin ist steinig, wenn Frau und Kind daheim warten.

Von Kathrin Buchner

Da sitzt er, in der Lobby eines Hotels in Berlin, blasses Gesicht, verwuschelte, straßenköterfarbene Locken. Eigentlich könnte Dave Keuning jubeln. Denn er ist auf dem besten Weg, das zu erreichen, wovon er immer geträumt hat: mit seiner Musik richtig berühmt zu werden.

Aber Keuning, Gitarrist der amerikanischen Durchstarterband The Killers, ist überhaupt nicht gut drauf. Und das liegt nur zum Teil an dem stundenlangen Interviewmarathon, den er gerade absolviert. Vor allem hat er gerade schrecklichen Liebeskummer. "Drei Jahre waren wir zusammen. Jetzt will sie mich nicht mehr", klagt er. Aber es sei noch komplizierter. Er habe auch einen Sohn, den er viel zu selten sieht. "Hoffentlich wird mein Sohn das verstehen, wenn er älter ist. All das Geld, was ich verdiene, wird ihm später helfen." Er stockt. "Vielleicht leben wir in einer Mad-Max-World und Geld bedeutet nichts mehr".

Ein gefährlicher Gedanke für einen angehenden Rockstar. Denn als Gitarrist Dave Keuning, der sich kurz zuvor von Iowa einfach mal nach Vegas aufgemacht hatte und für seinen Lebensunterhalt bei "Banana Republik" Klamotten verkaufte, im August 2001 durch eine Anzeige in einem örtlichen Wochenmagazin Brandon Flowers traf, waren sie sich sofort einig: Richtig groß raus kommen wollten sie mit ihrer Musik. Der Moment war günstig: Beide hatten gerade schwierige Beziehungen hinter sich und viel Zeit. In "Mr Brightside", dem ersten Song, den die beiden schrieben, verarbeiteten sie ihren Liebeskummer. "Ich glaubte an den Song. Brandon und ich wussten, das geht. Dann stießen Bassist Marc Stoermer und Schlagzeuger Ronnie Vanucci zu uns, und es ging richtig ab. Alle Teile im Puzzle fügten sich zusammen".

"Hot Fuss" verkaufte sich fünf Millionen Mal

Kreativität durch Herzschmerz. Vom ersten Treffen bis zum großen Durchbruch sollten allerdings noch drei Jahre vergehen - eine Blitzkarriere, verglichen mit anderen Bands, die jahrelang erfolglos durch die Lande tingeln, aber lang genug, um sich wieder fest zu binden, Brandon mit Ehering, Dave mit Kind. Aber nachdem 2004 die erste Single "Mr Brightside" ein Hit wurde und sich ihr Debütalbum "Hot Fuss" fast fünf Millionen Mal verkaufte, hieß es: On the road, und zwar ununterbrochen. Auftritte vor Tausenden von Menschen, Interviews, Reisen an Orte, die sie sonst nie besucht hätten, New York, Paris, Berlin. "Wir haben unsere Mädchen mit auf Tour genommen, wollten aber immer noch die größte Band der Welt werden. Darauf haben wir hingearbeitet, das ist das, was wir wollen, davon lassen wir uns nicht abbringen. Stundenlang habe ich mit meinen Eltern diskutiert. Aber Musik machen ist alles, was ich will und was ich kann. Soll ich alles hinwerfen und bei Wal-Mart arbeiten?", hadert Dave.

Vagabundendasein endlich beendet

Rockstar und Wochenendpapa - das lässt sich schwer vereinbaren. Heimweh verfolgt Dave und seine Bandkollegen. Deswegen gingen sie für die Aufnahmen des zweiten Albums auch nicht nach London oder L.A., sondern in ein Studio nach Las Vegas, stilecht im "The Palms"-Casino. "Ich bin jeden Abend nach Hause gegangen und habe Käse und Cracker gegessen", sagt Dave. Er genoss es, endlich eine eigene Wohnung zu haben nach zweijährigem Nomadentum zwischen Elternhaus, Apartment der Freundin und Hotelzimmern. "Toll, seine eigenen Sachen zu haben, den Lieblingssessel, das Stammrestaurant ums Eck."

Die Erfahrungen aus der Tour fließen nun also in die Produktion des zweiten Albums "Sam's World". "Auf einmal siehst du all die Orte, die du immer sehen wolltest, und plötzlich vermisst du die Heimat. Darum geht es. Sonst sind es immer noch die gleichen Einflüsse, Depeche Mode, The Cure, David Bowie", sagt Dave. Die Bürde des zweiten Albums geht auch an den Killers nicht spurlos vorbei: "Wir wollten uns entwickeln. Also haben wir jeden einzelnen Song analysiert, überlegt, wo wir noch eine Harmonie hinzufügen können, noch einen Akkord, haben immer wieder neu arrangiert".

Bitter-süßer Beigeschmack

Ganz klar, die Frische und Unbekümmertheit des ersten Albums, das hauptsächlich einen Ohrwurm an den anderen reiht, ist damit verloren gegangen. Es ist ein reiferes, durchkonzipiertes Album, sogar mit einer Art Einleitung "Enterlude" und "Rausschmeißer" (Exitlude). Keines, mit dem die Killers, die sich übrigens nach einer fiktionalen Band in einem New-Order-Video benannt haben, für besondere Originalität in die Annalen der Rockgeschichte eingehen werden. Aber eines, das gut produziert ist, ins Ohr geht, stellenweise mitreißt und sich, je öfter man es hört, immer mehr in die Gehörgänge bohrt. "Uns wurde immer gesagt, dass wir uns so englisch anhören. Das war uns nie bewusst. Aber jetzt haben wir mehr Einflüsse von Klassikrock, Tom Petty und The Cars eingebaut", sagt Dave Keuning. Gelegentlich kommt der Text ziemlich pathetisch rüber, bittersüße Töne gibt es bei einem nachdenklicheren Song wie "Read my mind". Immer wieder ist da dieser bitter-süße Beigeschmack des drohenden Verlusts von Liebe und Geborgenheit, "Don't you want to come with me" bei "Bones".

Der Weg der Killers zum Rockolymp gleicht also weniger einem sonnigen Sonntagsausflug als einem Marsch durch die trockene Wüste. Die beste Zeit ist für Dave, wenn er abends auf der Bühne steht, und ein Konzert spielt. Dann vergisst er Heimweh, Herzschmerz und den Gedanken an den Sohn, den er erst Weihnachten wieder sehen wird. Bis dahin träumt Dave davon, demnächst im ausverkauften Madison Square Garden in New York oder im Wembley Stadion in London zu spielen.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(