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TOURNEE: Depeche Mode ist wieder on-tour

Die britische Pop-Gruppe beginnt in dieser Woche ihre fünfmonatige Tournee durch 24 Länder. Die erste Station ist Kanada.

Die in den 80-er Jahren zu Weltruhm gelangte britische Popgruppe Depeche Mode beginnt in dieser Woche in Kanada eine fünfmonatige Tournee, die sie durch 24 Länder führen soll. Es sei seit Ewigkeiten das erste Mal, dass alle drei Bandmitglieder privat und beruflich zufrieden und glücklich seien, sagte Keyborder Andrew Fletcher vor einer für Montagabend in Quebec geplanten öffentlichen Probe. Die eigentliche Tournee soll am Freitag in Montreal beginnen. Es mache wirklich Spaß, zu Depeche Mode zu gehören, etwas was er vor fünf Jahren zum Beispiel nicht hätte sagen können, sagte Fletcher.

Die Band habe die Rock-and-Roll-Exzesse, die 1995 zu einem Selbstmordversuch von Sänger David Gahan führten, überwunden, sagte Fletcher, der in London lebt. Seit Gahan aktiv gegen seine Drogen- und Alkoholprobleme vorgehe, habe sich dessen Leben völlig verändert. Gahan lebe in New York, habe viele Freunde, sei verheiratet und engagiere sich bei den Anonymen Alkoholikern.

Tonnenweise Musik

Der Songschreiber der Gruppe, der Keyborder Martin Gore, lebt in Kalifornien. Er höre sich tonnenweise Musik an und sei kürzlich noch als Diskjockey aufgetreten, erzählte Fletcher weiter. Depeche Mode ist in seiner Musik stark beeinflusst von der deutschen Gruppe Kraftwerk und von der britischen Punkmusik der 70er Jahre. Die Gruppe hat seit ihrer Gründung im englischen Basildon im Jahr 1979 mehr als 50 Millionen Platten verkauft.

»Wir sind eben keine 21 mehr«

Mit zunehmendem Alter sei es allerdings schwieriger geworden, auf Tournee zu gehen, sagte Fletcher. Es falle eben schwer, sich von seiner Familie zu trennen. »Früher, in den 80-er Jahren hat es außer Depeche Mode nichts gegeben, aber wir sind jetzt eben keine 21 mehr«.

Pünktlich zum Tourneebeginn hat die Gruppe im vergangenen Monat eine neue Platte »Exciter« auf den Markt gebracht. Zu den großen Erfolgen der Band gehören Titel wie »People are People«, »Just Can?t Get Enough« und »Personal Jesus«.