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Nach dem Tod von Dirk Bach Fans und Kollegen unter Schock


Wie starb Dirk Bach? Die Berliner Staatsanwaltschaft prüft jetzt, ob sein Leichnam obduziert wird. Kollegen des Komödianten sind fassungslos.

Nach dem plötzlichen Tod von Schauspieler Dirk Bach stehen Fans, Freunde und Kollegen unter Schock. Das ganze Ensemble sei erschüttert, sagte der Sprecher des Berliner Schlosspark Theaters, Harald Lachnit, am Dienstag. Am Vortag war die erste Hauptprobe für "Der kleine König Dezember" angesetzt gewesen, in dem Bach die Titelrolle spielen sollte.

Vorher habe Bach noch ein Interview geben wollen - sei aber nicht erschienen. So eine Verspätung sei sehr unüblich gewesen. Bach sei immer sehr pünktlich und sehr genau gewesen, sagte Lachnit, der den Ablauf des Geschehens zuvor auch der "B.Z." geschildert hatte. "Dann haben wir natürlich herumtelefoniert, aber er ist nicht ans Telefon gegangen."

Deshalb sei der Regisseur des Stücks, Lorenz Christian Köhler, selbst in Bachs Hotel-Appartement gefahren." Mit einer Hausangestellten habe Lorenz das Appartement dann geöffnet und Bach gefunden. Daraufhin rief der Regisseur Feuerwehr und Notarzt. Es sei aber nicht mehr möglich gewesen, Bach zu reanimieren.

"Herr Bach wollte ein bisschen im Grünen sein"

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat noch nicht entschieden, ob der Leichnam Bachs obduziert wird. Zwar sei ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet worden, was immer der Fall sei, wenn die Polizei zu einem Todesfall gerufen wird, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Aber erst im Laufe des Dienstags werde über eine Obduktion entschieden. Die Todesursache des Entertainers war zunächst unklar. Die Polizei erklärte, es sei kein Fremdverschulden erkennbar.

Der gebürtige Kölner wohnte zur Vorbereitung der Theater-Premiere bereits rund einen Monat in Berlin. Seine Wohnung war ganz in der Nähe des Schlosspark Theaters, das am südwestlichen Stadtrand liegt. "Es gibt manche Schauspieler, die möchten in die Innenstadt. Aber Herr Bach wollte ein bisschen im Grünen sein", sagte Theatersprecher Lachnit.

"Kein Pardon"-Ensemble trauert

Schriftsteller Axel Hacke zeigte sich nach dem plötzliche Tod Bachs bestürzt. "Ich bin natürlich wahnsinnig traurig und schockiert", sagte der Autor des Stücks "Der kleine König Dezember" in München der Nachrichtenagentur DPA. Er habe Bach als "wahnsinnig netten, sympathischen, grundfreundlichen Menschen" kennengelernt.

Das Ensemble des Hape-Kerkeling-Musicals "Kein Pardon" trauert um den ehemaligen Hauptdarsteller der Show. "Er war ein wundervoller Kollege und hat während seines Engagements als Heinz Wäscher im Capitol Theater Düsseldorf sehr viele Menschen begeistert", teilte Capitol-Geschäftsführer Maik Klokow mit.

DPA DPA

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