Festspiele Ein Muslim auf dem Ölberg und vier Generationen auf der Bühne: In Oberammergau starten die Passionsspiele

Festspiele Oberammergau
Eine Seuche und ein Krieg versehrten das Land, als die Oberammergauer 1633 gelobten, alle zehn Jahre das Leiden Christi nachzuspielen – wenn sie denn verschont würden
© Florian Bachmeier
Alle zehn Jahre stirbt Jesus in Oberammergau, seit 388 Jahren. Fast alle Bewohner sind dann dabei. Diesmal spielt auch ein Muslim eine Hauptrolle in den einst sehr katholischen Passionsspielen. Die gerade höchst aktuell wirken.

Eben noch haben sich zwei weißbärtige Herren bei der Anprobe ihrer Hohepriesterkostüme über das "neumodische Zeugs" lustig gemacht. Zum ersten Mal wird es bei den Passionsspielen elektronische Verstärkung geben, Mikros, die an der Backe kleben. Tutorials, kurze Filme, hätten sie sich anschauen sollen, wie das funktioniert. Als wären sie in den vergangenen dreieinhalb Jahrhunderten nicht ohne so was ausgekommen, kichern die Alten.


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