Abgesagte Oberammergauer Passionsspiele "Jesus war ganz bestimmt kein Softie", sagt sein Darsteller aus den Passionsspielen

Frederik Mayet als Jesus
© Passionsspiele Oberammergau 2020
Die Oberammergauer Passionsspiele gibt es alle zehn Jahre. Dieses Jahr wäre es wieder so weit gewesen, dann kam Corona. Wir haben Frederik Mayet, den Darsteller des Jesus, gefragt: Wie geht's jetzt weiter? Und wie spielt man überhaupt den Sohn Gottes?
Von David Baum

Herr Mayet, die Oberammergauer gelobten 1633 nach schrecklichen Pestzeiten, alle zehn Jahre die Passionsgeschichte aufzuführen. Wie fühlt es sich an, diesen Schwur brechen zu müssen?

Wir haben die Passionsspiele glücklicherweise nicht absagen müssen, sondern bloß verschoben. Trotzdem ist es wie ein Schlag in die Magengrube.

Sie sind zum zweiten Mal für die Hauptrolle besetzt: als Jesus von Nazareth. ­Haben Sie in den vergangenen Wochen gebetet, das Unheil möge vorüberziehen?

Ich glaube nicht an einen strafenden Gott, der entscheidet, wen es erwischt und wen nicht. Als Corona näher kam, hat es sicher das eine oder andere Stoßgebet gegeben.

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