HOME

"Borgia" gegen "Die Borgias": Macht, Sex, Mord und Amen

Inzest, Korruption, Mord und die Gier nach Macht - der Ruf des Borgia-Clans ist so berühmt wie berüchtigt. Rund um die Intrigen des Adelsgeschlechts aus Spanien, das vor 500 Jahren gleich zwei Päpste stellte, drehen sich zwei opulente TV-Serien kurz hintereinander.

Shakespeare live - und mit allem, was eine ordentliche Fernsehserie braucht: Mord und Raub, Liebe, Verrat und Hass. So sieht Regisseur Oliver Hirschbiegel die Familie der Borgia, der sich nun gleich zwei Serienproduktionen nahezu unmittelbar hintereinander widmen. Den Aufstieg und Niedergang dieses Clans, der im 15. Jahrhundert zwei Päpste stellte, zeigt das ZDF von Montag (17. Oktober) an in dem von Hirschbiegel mitinszenierten europäischen Sechsteiler "Borgia"; zwei Wochen lang jeweils montags, mittwochs und donnerstags 100 Minuten um 20.15 Uhr.

Nach einer Woche "Borgia"-Pause startet dann am 9. November ebenfalls zur Hauptsendezeit auf ProSieben die US-Serie "Die Borgias - Sex. Macht. Mord. Amen", die an vier Mittwochabenden zu sehen sein soll - zum Auftakt in drei Episoden am Stück, danach immer in Doppelfolgen.

Der opulente ZDF-Sechsteiler gilt mit 25 Millionen Euro als eine der bislang teuersten europäischen TV-Produktionen. Für das Gemeinschaftswerk, an dem neben dem ZDF unter anderem auch der ORF und Canal+ aus Frankreich beteiligt sind, standen 126 Mitwirkende aus 18 Nationen vor den Kameras - 391 Menschen arbeiteten im Produktionsstab dahinter. Aus Deutschland sind Schauspieler wie Andrea Sawatzki, Udo Kier und Vadim Glowna dabei.

Ein berühmt-berüchtigter Familienclan

Den großen Star aber hat mit Oscar-Gewinner Jeremy Irons in der Rolle des machtbesessenen Familienpatriarchen Rodrigo Borgia (der als Papst Alexander VI. in die Geschichte einging) indessen die US-Version zu bieten, die gleich mehrfach für den Fernsehpreis Emmy nominiert war. Der US-Pay-TV-Sender Showtime, auf dem schon "The Tudors" mit Erfolg lief, hatte "The Borgias" in Auftrag gegeben.

Auch hinter der europäischen Koproduktion steckt ein Amerikaner: Tom Fontana, Autor und Produzent mehrerer US-Fernsehserien, lieferte Idee und Drehbuch für das Epos, das im ausgehenden Mittelalter angesiedelt ist. "Ich habe mein ganzes Leben lang darauf gewartet, etwas über die Borgias zu machen", sagte Fontana, der an die 300 Bücher über den berühmt-berüchtigten Familienclan und die damalige Zeit gelesen hat. Er habe versucht, die wahre Geschichte der Borgia ans Licht zu bringen. "Doch auch die Primärquellen können in die Irre führen", betonte er. "Es ist schwer, Mythos und Fakten zu unterscheiden."

Die ZDF-Dokumentation "Der Fall Borgia" (19. Oktober/22.15 Uhr) begibt sich ebenfalls noch einmal auf Spurensuche in der Borgia-Sippe, die mit Rodrigo Borgia - von 1492 bis 1503 auf dem Papstthron - auf den Gipfel ihrer Macht gelangte.

340 Kostüme, 4000 Kerzen und 157 Liter Filmblut

Regisseur Hirschbiegel hob den hohen Wahrheitsgehalt der in mehr als 40 Länder verkauften Serie sowie die im Vergleich zur US-Version aus seiner Sicht authentischeren Darsteller hervor. Und die Zusammenarbeit mit Fontana, die ihn an die gemeinsame Arbeit mit dem verstorbenen Produzenten Bernd Eichinger erinnert habe. Beide hatten das Oscar-nominierte Werk "Der Untergang" auf die Leinwand gebracht. Die Arbeit als Regisseur sei eigentlich ein "extrem einsamer Job", sagte Hirschbiegel, doch mit Fontana habe er wie damals mit Eichinger stets jemanden "wie eine Art Coach" an der Seite gehabt.

Der aus Hamburg stammende Filmemacher ist einer von vier Regisseuren der Serie, die zum größten Teil in den Prager Barrandov-Studios entstand. Dort wurden unter anderem die Sixtinische Kapelle, die päpstlichen Gemächer, der Petersplatz und die mittelalterlichen Straßenzüge Roms nachgebaut. Zwölf Kilometer Stoff für 340 Kostüme, 4000 Kerzen und 157 Liter Filmblut brauchte die Crew für das bildgewaltige Spektakel. Hirschbiegel setzte die ersten beiden Episoden in Szene, an deren Ende im Jahr 1492 weißer Rauch im Vatikan aufsteigt: aus dem spanischen Emporkömmling Rodrigo Borgia wird Papst Alexander VI. - nach Intrigen und Bestechungen.

Leicht entschärfte Version im TV

Und nach drastischen Bildern von Gewalt- und Ekelszenen, nach Sex und Exzessen, nach jeder Menge Blut und nackter Tatsachen: Da wird geprügelt und gemordet, werden Kranke von einer Hexe von oben bis unten mit Schweinekot eingeschmiert und sieht man den todkranken Papst Innozenz VIII. an einer Frauenbrust saugen, weil ihm Muttermilch helfen soll. Dabei ist das, was das ZDF zur Hauptsendezeit bringt, noch eine "leicht entschärfte Version", wie der Sender erklärt. So sei unter anderem eine Hinrichtungsszene für die TV-Ausstrahlung gekürzt worden. Die DVD-Fassung der Serie ist nicht nur länger, sondern auch erst ab 18 Jahren freigegeben.

Schon bei der ersten Präsentation des Mammutprojekts in Deutschland vor einigen Wochen kündigten die Macher an, dass eine Fortsetzung denkbar sei. "Mindestens zwei Staffeln sind noch möglich", sagte Produzent Jan Mojto. Neil Jordans US-Konkurrenzserie, die im Frühjahr dieses Jahres erstmals über die amerikanischen Bildschirme flimmerte, ist schon einen Schritt weiter: Die zweite Staffel von "The Borgias" wurde nach guten Einschaltquoten der ersten Teile bereits bestellt.

Dorit Koch, DPA / DPA
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.