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"Breaking Bad"-Finale-Party: Walter White ist am Ende

Wieder einer, von dem wir uns verabschieden müssen. Die US-Serie "Breaking Bad" hat nach 62 Folgen auch im deutschen Fernsehen ein furioses Ende gefunden. Und was wird jetzt aus uns, Walter?

Von Sophie "Hartwell" Albers

Wenn es richtig gut läuft, werden TV-Serien-Figuren zu temporären Familienmitgliedern oder zumindest WG-Genossen - und es ist ein seltsamer Familien- und Bekanntenkreis: "Friends", "Buffy", "How I Met Your Mother", "Sopranos", "24", "Dexter"... wir atmen, denken und reden mit Vampirjägern, Anti-Terror-Agenten, Serienkillern und Mafiosi. Dann ist die Serie vorbei, sie kommen ins Regal, und manchmal, wenn der Blick über die DVD-Cover gleitet, lächeln wir, als wären es Familienfotos.

Am Dienstagabend hat der deutsche Bezahlsender AXN den frischsten Neuzugang im Regal gebührend gefeiert: den krebskranken Ex-Chemielehrer und megalomanen Crystal-Meth-Koch Walter White. Passenderweise in einer Waschstraße haben die Fernsehfreunde vom Gernsehclub im Osten Berlins zum Finale der US-Serie "Breaking Bad" geladen. Durch eine liebevolle Meth-Labor-Deko geht es zu den Sofas, und man fühlt sich fast wie in einem "Rocky Horror Picture Show"-Fanclub (falls Sie wissen, was ich meine): mit "Breaking Bad"-Kostümwettbewerb, "Breaking Bad"-Quiz, "Breaking Bad"-thematischen Snacks und knallharten "Breaking Bad"-Fans. Oliver Kalkofe führt durch den Abend, der sich als leidenschaftlicher Walter-White-Fan outet. Serienjunkies waren an diesem Abend König.

"Und am Ende eine Musicalnummer"

Natürlich wird hier nicht gespoilert. Zwar hat AXN das Ende im Original am Dienstagabend schon gezeigt, die deutsche Fassung läuft aber erst am 9. Oktober. "Es gibt ein Happy-End und am Ende eine Musicalnummer", scherzt also Kalkofe. Denn eines wissen hier alle: dass es nicht gut enden wird. Aber hinterher sind alle glücklich darüber, wie gut die Serie ihr böses Ende gefunden hat. "Es ist ein richtiges Ende, nicht wie bei 'Lost' oder den 'Sopranos'...", sagt Kalkofe. Mehr aber nicht, denn er wolle "das jetzt genießen und nicht Scheiße labern." Tatsächlich bleiben nach fulminanten 60 Minuten keine Fragen offen.

Auch Hauptdarsteller Bryan Cranston hatte es im Interview mit "Entertainment Weekly" (Vorsicht! Hier wird gespoilert) ein "befriedigendes Ende" genannt. In den Kritiken werden jetzt natürlich wieder Shakespeare, Dostojewski oder auch Sartre bemüht. Aber eigentlich ist "Breaking Bad" vor allem eines: ein großartiger Western.

Ein bisschen "Breaking Bad"-Nostalgie

Für alle Fans, die traurig sind, dass Walter White nun geht, gibt es hier eine kleine Nostalgie-Party zum Klicken:

Eine Schultheateraufführung von "Breaking Bad" (mit Vorschlag fürs Ende)

Samuel L. Jackson konnte nicht anders, als Walter Whites berühmten Satz "I am the one who is knocks" selbst noch einmal einzusprechen.

Die offenbar einzige tatsächlich negative Rezension (Spoiler Alert) im "New Yorker".

"Breaking Bad" bei den "Simpsons".

"Breaking Bad" im Legoland.

Und zuguterletzt ein wirklich grandioses GIF über die Verwandlung des Walter White aus der "Hufffington Post".

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