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"Das Supertalent": Haben Gewinnerin Alexa und ihr Vater alle getäuscht?

Am Samstag gewann die kleine Alexa Lauenburger gemeinsam mit ihrem achtköpfigen Hunderudel das Finale von "Das Supertalent" – zu Unrecht meinen kritische Stimmen. 

"Das Supertalent": Alexa Lauenburger und ihr Rudel

Hat das Rudel perfekt unter Kontrolle: Alexa Lauenburger bei "Das Supertalent". Doch Fans zweifeln ihren Sieg an. 

Es ist die alte Leier: einer gewinnt was und die anderen gönnen es ihm nicht. 

Am Samstag holte sich die zehnjährige Alexa Lauenburger aus Gokels in Schleswig-Holstein den Sieg im Finale von "Das Supertalent". Mit Bravour führte sie ihr achtköpfiges Hunderudel mit Kunststücken zu Ruhm, Ehre und 100.000 Euro Siegprämie.

Doch kaum war das letzte bisschen Glitzerregen aus der Halle gefegt, schon meldeten sich die ersten Zweifler. Ihr Vorwurf: Alexa sei gar nicht das wahre Talent in der Familie Lauenburger. Ihr Vater Wolfgang sei das eigentliche Genie hinter der Hunde-Nummer. Und tatsächlich trat Wolfgang Lauenburger nur eine Woche vor dem "Das Supertalent"-Finale in einem anderen TV-Format auf und führte exakt die gleichen Kunststücke vor, die Alexa eine Woche später bei RTL auch präsentierte. 

Wolfgang Lauenburger bei Superpets

Wolfgang Lauenburger und das Rudel bei "Superpets". Die Sendung wurde bereits im März azfgezeichnet, allerdings erst eine Woche vor dem "Supertalent"-Finale ausgestrahlt.

Picture Alliance


Frust bei den Fans

Einige Fans der Sendung sind enttäuscht, lassen auf Facebook ihren Frust ab: "Das beim Supertalent nun genau diese Hunde mit Deiner Tochter auftreten und dort im Gegensatz zu den Superpets behauptet wird, sie würde sie ausbilden und trainieren, Du bei den Superpets aber noch gesagt hast, Du (nicht Deine Tochter) würdest die Tiere 24 Std. begleiten, kommt nur so mittelgut.... Da hättet ihr es besser als Gemeinschaftsprojekt vermarkten sollen, anstatt die Zuschauer und Jury anzulügen!" [sic]

Auf eine Anfrage der "Bild"-Zeitung dämmt eine RTL-Sprecherin die Kritik ein: "Alexa, die als Hundetrainerin in die Fußstapfen ihres Vaters tritt, hat bei ,Das Supertalent‘ den Hunden alleine die Anweisungen gegeben“, so die Sprecherin. „Dass das Hunderudel auf die Zehnjährige hört, ist ihr Talent. Die Zuschauer haben Alexa und ihre Hunde zum Supertalent 2018 gewählt und das bleibt sie auch!" Auch habe man keineswegs verschwiegen, dass Vater Lauenburger ebenfalls Hundetrainer sei.

Alexa und Papa Wolfgang Lauenburger bei Das Supertalent

Nach ihrem Sieg bei "Das Supertalent" nimmt Papa Wolfgang die kleine Alexa in den Arm.

Juror Dieter Bohlen ist enttäuscht von dem Manöver der Lauenburgers, sagte gegenüber der "Bild"-Zeitung: "Ich finde das schade. Aber ich gönne Alexa von ganzem Herzen ihren Sieg!" Und auch auf Facebook springen einige Fans der zehnjährigen Hundetrainerin zur Seite, schreiben: "Es ist doch sonnenklar, dass Alexa Unterstützung vom Vater hatte und er wahrscheinlich die Hauptarbeit bei der Dressur hatte. Dennoch war das super von der kleine vorgetragen." [sic]

Natürlich kann man die Frage stellen, ob es nicht schöner gewesen wäre, Alexa und ihr Vater wären gemeinsam in EINER Sendung aufzutreten, anstatt durch unterschiedliche Auftritte mit dem gleichen Rudel Gewinnoptimierung zu betreiben. Doch schlussendlich kann man es ihnen nicht verübeln. Und wer die Freude der kleinen Alexa am Samstagabend sah, kann ohnehin nicht anders, als ihr den Sieg zu gönnen! 

jgs