VG-Wort Pixel

DSDS Thomas Gottschalk übernimmt seinen Jury-Platz – Dieter Bohlen feiert sich derweil selbst

Thomas Gottschalk und Dieter Bohlen
Thomas Gottschalk über nimmt Dieter Bohlens Jury-Platz in der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar".
© Henning Kaiser/ / Picture Alliance
Fast 20 Jahre lang leitete Dieter Bohlen die Castingshow DSDS. Doch an diesem Samstag übernimmt Thomas Gottschalk seinen Platz auf dem Jurystuhl. Der Poptitan feiert sich derweil trotzig auf Instagram.

"Deutschland sucht den Superstar" war so etwas wie sein Lebenswerk: Fast zwei Jahrzehnte drückte Dieter Bohlen der Castingshow mit oft rotzigen Sprüchen seinen Stempel auf, ab 2007 auch dem "Supertalent". Und so kann man nur erahnen, wie tief ihn die Entscheidung des Privatsenders RTL getroffen haben muss, künftig ohne Bohlen weiterzumachen.

Der Schmerz sitzt offenbar tief. Denn Bohlen hat auf auf seinem Instagram-Profil die Highlights zu der Castingshow gelöscht und sich für die letzten beiden Liveshows krank gemeldet. RTL fand jedoch umgehend Ersatz – und präsentierte Thomas Gottschalk für die letzten beiden Shows als Nachfolger. Ausgerechnet der Moderator, mit dem Bohlen bereits 2012 eine Staffel lang in der "Supertalent"-Jury gesessen hat. 

Es war der Versuch, zwei große Egos zusammenzubringen. Er darf als gescheitert gelten. Hinterher redeten beide öffentlich schlecht übereinander. Der Dieter sei kein Teamplayer, stichelte Gottschalk. Bohlen warf ihm dafür im Gegenzug vor, er habe beim "Supertalent" versagt.

Gottschalk statt Bohlen: Die neue Jury von DSDS

Dass nun der von allen geliebte Gottschalk seinen angestammten Platz in der Jury übernimmt, kann Bohlen nicht schmecken. Öffentlich geäußert hat er sich zu seinem Aus bei "Deutschland sucht den Superstar" bislang nicht. Auch auf Instagram ist der sonst so mitteilungsfreudige Musiker seit zwei Wochen verstummt. 

Dafür hat er am Samstag in seiner Instastory einen etwas skurrilen "Welt"-Artikel geteilt. In voller Länge stellt er dort seinen Followern eine Lobeshymne auf seine Person zur Lektüre zur Verfügung. Unter der Überschrift "Errichtet ein Denkmal für Dieter Bohlen!" preist Autor Frédéric Schwilden das Schaffen des "Poptitans" in den höchsten Tönen. Bohlen habe "mehr für die Schönheit und für die Kunst in Deutschland getan, als zehn Kulturstaatsministerinnen Monika Grütters zusammen", heißt es dort völlig unironisch. "Er hat sogar mehr Menschen berührt, als Amma, diese indische Wunderheilerin, die immer alle umarmt." Die Demission Bohlens zeige, "wie wenig Deutschland von der Schönheit und Kunst versteht".

Selbst für die "Welt", die gerne mal steile Thesen raushaut, nur um zu provozieren, ist dies ein abenteuerlicher Artikel. Der darin gipfelt, dass Bohlen in einem Atemzug mit Ex-Beatle Paul McCartney und Brian Wilson von den Beach Boys genannt wird.

Andererseits: Wenn Bohlen für gut genug befunden wurde, 20 Jahre lang junge Musiker zusammenzufalten, dann steht ihm ein bisschen Würdigung durchaus zu. Bohlen darf sich zu Recht daran erfreuen – er wird demnächst noch viel Zeit zum Zeitunglesen haben.

Verwendete Quelle: Instagram

che

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker