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Fremdscham programmiert: Bitte, bitte aufhören: Die fünf peinlichsten Momente beim "Bachelor"

Bei RTL hat die neue Staffel der Kuppelshow "Der Bachelor" begonnen - und sorgt schon in der ersten Folge für einige schlimme wie peinliche Momente.

Der Bachelor-Kandidatinnen

Wenn der Bachelor in der Primetime auf Partnersuche geht, dann sind ein paar Dinge vorprogrammiert: Außergewöhnliche Dates, schmatzende Knutschgeräusche, schlimmes Gezicke unter den Kandidatinnen, klebrig-süßer Kokos-Schnaps in Massen und viele weitere peinliche Momente, die selbst den Trash-TV-erprobtesten Zuschauern Fremdscham bereiten werden.

"Der Bachelor": Abgedroschene Phrasen

Schon die erste Folge der neuen Staffel mit Basketballer Andrej Mangold hielt einige solcher Szenen parat. 

Gedreht wurde die Kuppelshow in Mexiko. 20 Single-Frauen hat der Sender nach Mittelamerika verfrachtet, um dort Mangolds Herz zu erobern - oder, wenn daraus nichts wird, ins nächste Dschungelcamp zu ziehen. Mangold wiederum suche jetzt eine Basis, nachdem er jahrelang als Leistungssportler durch die Welt gereist sei. Das verkündete der 31-Jährige bedeutungsschwanger und warf die Frage auf, ob er sich diese abgedroschenen Phrasen selbst ins Drehbuch geschrieben hat, oder ob RTL da vielleicht doch nachhelfen musste. So oder so sorgte die Vorstellung des neuen Rosenkavaliers direkt für den ersten Fremdscham-Moment.

Während er - natürlich oben ohne - am mexikanischen Sandstrand joggte, erzählte er aus dem Off, dass er nun endlich bereit sei, sich neu zu verlieben. "Ich möchte einfach ankommen. Ich möchte meinen Hafen finden", so der Bachelor mit verträumtem Blick. Und er legte direkt noch einen drauf: "Mal sehen, wo die Reise hingeht." 

Sätze, die aus dem Lena-Meyer-Landrut-Phrasenhandbuch stammen könnten. 

"Playboy"-Beichte

Der nächste peinliche Moment der ersten Folge dürfte wohl vor allem bei einem männlichen Zuschauer für rote Ohren gesorgt haben. Kandidatin Isabell wurde in ihrem Intro-Clip als starke Boxkämpferin vorgestellt und offenbarte direkt, dass sie sich im Juni 2015 für den "Playboy" ausgezogen hat. "Mein Papa hatte den 'Playboy' im Abo", erzählte sie. "Ich hab mir das als junges Mädchen natürlich immer angeguckt und mir gedacht: 'Wenn ich groß bin, möchte ich da auch unbedingt mal rein."

Oh je, man weiß gar nicht, wer einem da mehr leid tun soll. Der Vater, über den jetzt die ganze Nation weiß, dass er sich monatlich die nackten Frauen als Print-Abo nach Hause schicken ließ, oder die Tochter, die daraus ihren Lebenstraum schuf. 

Peinliche Tanzeinlage

Nachdem sich die 20 Damen genug künstliche Plastikhaare an den Kopf gepinnt und Make-up ins Gesicht geklatscht hatten, durften sie den Bachelor 2019 endlich kennenlernen. In Zweierpaaren wurden sie zur Villa des Junggesellen gefahren. Manche stellten sich einfach nur vor, um dann zielstrebig zum Sektbuffet im Inneren des Hauses zu pilgern - Kandidatin Lara hatte jedoch was Großes geplant. Sie übergab dem Bachelor eine Tüte Knister-Süßigkeiten und bat ihn dann, ihr einen Beat zu geben. Er wusste allerdings nicht, wie, und so klatschte er nur im Takt, während die Blondine vor ihm zu tanzen begann.

Man hätte ihr am liebsten durch das TV-Gerät zugebrüllt, bitte, bitte aufzuhören. Ihm erging es wohl ähnlich. "Interessant, definitiv. Weil, anders", resümierte er. Autsch.

Peinliche Gesangseinlage

Ähnlich unangenehm wurde es, als Kandidatin Christina aus dem Auto stieg, um sich dem Bachelor vorzustellen und dabei ein Lied trällerte. "Spüre die Sonne, das Meer von Mexiko City", sang sie und hatte in der ganzen Aufregung offenbar vergessen, mal auf der Landkarte nachzusehen. Denn dann hätte sie gewusst, dass Mexiko-Stadt gar nicht am Meer liegt.

Egal, auf der Peinlichkeitsskala hat sich die Reiterin auch ohne ihre mangelhaften Geographie-Kenntnisse ganz weit oben eingereiht.

Dates im Sekundentakt

Nachdem Andrej Mangold und die 20 Damen sich einander vorgestellt hatten, begann der eigentliche Kennenlern-Abend. Bei Sekt und Kokos-Schnaps versuchte der Bachelor, sich einen Überblick zu verschaffen, hatte er die Namen der meisten Frauen wahrscheinlich längst wieder vergessen. Und wie das so üblich ist im "Bachelor" bzw. "Bachelorette"-Franchise, baten die Teilnehmerinnen nacheinander um die Zeit des Junggesellen. 

Während er gerade im Gespräch mit einer Single-Frau war, pirschte sich schon die nächste - Jade - an, um das Speeddating "zu crashen". Unangenehmer Smalltalk, peinliche Stille, enttäuschte Blicke und ein Bachelor, der Schwierigkeiten hatte, die 20 Frauen unter einen Hut zu kriegen. Nacheinander rannten die Damen dem völlig überforderten Junggesellen hinterher. Man hätte ihnen gerne geraten, sich eine Pulle Kokos-Schnaps zu schnappen und erstmal das Buffet auszuchecken. Käsespieße und Mozzarrella-Kugeln laufen wenigstens nicht weg.