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"Die Bachelorette" Lieber gehen, bevor man rausgeschmissen wird, gell? Maxime und ihre feigen Verehrer

Julian und Maxime
Julian und Maxime klären die Lage
© TV Now
Wir wollen an dieser Stelle gar nicht zuviel verraten – aber, heißa, die neue Folge der "Bachelorette" wird stellenweise ordentlich dramatisch!

Neue Woche, neues Glück, und diesmal wird nicht lang gefackelt: Wir starten in die sechste Episode der "Bachelorette" direkt mit einem Action-Date. Die süße Maxime hat sich dazu Dominik, Lars und Dubai-Max eingeladen, vielleicht weil die den hoffentlich entstehenden Angstschweiß am meisten verdient haben, und gemeinsam will man von einer Klippe ins griechische Meer springen. Maxime, toughe Frau die sie ist, macht dabei den Anfang, muss allerdings außer Helm, Sicherheitsschuhen und Schwimmweste dafür einen äußerst knappen Bikini tragen.

Außer dem Klippenspringen gibt's auch noch kurze Plausereien mit den drei Jungs. Dominik deutet im Gespräch dezent an, dass die Bachelorette bei dem ein oder anderen Kandidaten mal genauer auf die Ernsthaftigkeit der Zuneigungsbekundungen schauen sollte (guter Mann), Lars fängt vor lauter Nervosität schon wieder an, ausschließlich über's Reisen zu reden, was Maxime unverhältnismäßig erbost, und Max schafft es irgendwie, von der 26-Jährigen anschließend noch zum Dinnerdate zu zweit eingeladen zu werden. "Wir gucken uns an und smilen sofort", sagt er, und denkt wahrscheinlich, dass es an seiner mystischen Lustigkeit liegt.

Romantische Stänkereien an Meer

Dubai-Max fängt im Licht des Sonnenuntergangs, an einem Tisch auf einem Felsen über dem Meer platziert, ein Glas Wein in der Hand, sofort an zu – stänkern. Er wisse nie so recht, woran er bei Maxime sei, pöbelt er im Quengelton. "Ihr braucht aber ziemlich viel Bestätigung, ihr Jungs", amüsiert sich die Bachelorette, zu Recht. Max jedoch will unbedingt von ihr wissen, "ob du starkes Interesse hast, oder ob dein Interesse gesundes Interesse ist". Was davon wohl besser ist? Hmm.

Ob er irgendein Interesse hat, ob gesund, stark oder schön, darüber sinniert BWL-Boy Julian währenddessen in der Villa. Allerdings denkt er darüber nicht nur nach, nein, die Wörter purzeln unkontrolliert aus seinem stets leicht missmutig verzogenen Mund. "Ich hab Interesse an ihr – ich weiß aber nicht, ob es für mich reicht", bekundet er. Und: "Ich find' einfach, dass sie ziemlich unreif wirkt und nicht wirklich immer was zu sagen hat." Und dann sagt er noch: "Kommunikation ist wichtig", was aber nicht immer korrekt ist, denn im konkreten Fall hätte er wohl besser geschwiegen.

Dinner mit Dubai-Max

Gut, dass die arme Bachelorette nicht mitbekommt, wie die Restmänner über sie reden, während sie mit Dubai-Max diniert. Der ist zwar weder unterhaltsam noch tiefgründig, weiß sich aber zumindest zu benehmen. Und er schiebt seine Unlustigkeit darauf, noch zu nervös zu sein, wenn er mit Maxime allein ist: "Dann bin ich mit dir bestimmt irgendwann auch soweit, dass ich Späße mache", verspricht er. Daran haben wir zwar Zweifel, aber gut. Maxime findet ihn aber dennoch "sehr authentisch". Zum Abschied will sie ihn dennoch mit einer freundschaftlichen Umarmung abspeisen und reagiert überraschend überrascht auf seine entschlossenen Wangenküsse.

Für den nächsten Tag wählt Maxime einen Begleiter aus, der tatsächlich manchmal ganz amüsant ist: Zico. Ja, der Kerl ist charmant und lustig – ABER unserer Meinung nach ist er das ja deshalb, weil er ein gewiefter Checker ist, der NATÜRLICH weiß, wie man ein Mädel um den Finger wickelt. Wenn er mit den anderen Kandidaten allein in der Villa ist und kurz nicht an die Kameras denkt, rutschen ihm immer wieder mal Sprüche raus, da würde Maxime glatt ein süßer, kleiner Würgereiz kommen. Aber nun ja.

Die Bienchen und die Blümchen

Die beiden besuchen gemeinsam eine Imkerplantage (sagt man das so?). Also: Bienenstöcke. Wir haben 2021, alle lieben Bienen, Bienen retten die Welt. Mit Bienen arbeiten stand angeblich, so behauptet sie, auch auf Maximes berühmter Bucketlist. "Du bist irgendwie Bucketlist-Boy", sagt sie Zico, der ja vor einer Weile schon mal mit ihr entsprechenden Kram machen durfte. Nach erfolgreicher Honigernte schüttet die Bachelorette ein bisschen der mühsam erarbeiteten Flüssigkeit in einen Badezuber und springt zusammen mit Zico in selbigen. Mit Essen spielt man ja eigentlich nicht, aber okay.

Immerhin nutzt Maxime die Chance, Zico zu sagen, dass er manchmal dezent arrogant rüberkommt. Woraufhin der extrem empört reagiert und ausgerechnet diesen Moment ergreift, um von seinem früh verstorbenen Vater zu erzählen. Vielleicht deshalb fühlt sich die Bachelorette sofort unverhältnismäßig schlecht, dass sie Zico ihre absolut berechtigte Einschätzung an den Kopf geworfen hat und gibt sich sogar am Ende selbst die Schuld, dass es nicht zu einem Kuss kam. Ähm ...?

Niemals nüchtern Karaoke

Das nächste Date wird für Maxime hoffentlich sowohl weniger kompliziert als auch weniger sinnfrei. Die erste Grundlage dafür schafft die 26-Jährige immerhin direkt, indem sie diesmal Raphael einlädt – laut Videobotschaft zu einem Spaziergang. "Du darfst das machen, was ich seit Wochen will", ätzt Julian. Überhaupt ätzt er enorm viel, in dieser Folge. Am Ende ist es aber gar kein Spaziergang, sonder Karaokesingen in einer Bar. Bekanntermaßen macht Karaoke ja am meisten Spaß, wenn man stocknüchtern ist und niemand sonst da ist, der einen anfeuert. Entsprechend unangenehm ist das Ganze dann auch, stellen Sie's sich einfach vor.

Raphael ist jedenfalls die ganze Zeit sympathisch, gelassen und österreichisch. "Ich bin auf jeden Fall ein Mensch, der sehr schnell sich in jemanden verschauen kann", sagt er in seinem hinreißenden Dialekt. Leider werden wir das Gefühl nicht los, dass Maxime ärgerlicherweise letztlich doch eher zwei, drei der dümmeren Kandidaten bevorzugen würde, wenn's hart auf hart kommt.

Zwei echte Horror-Dates für Maxime

Am selben Tag möchte die Bachelorette auch noch den bemüht lustigen, bemüht norddeutschen Tony sehen. Sie mixen Cocktails, und RTL nötigt die 26-Jährige zu einem lustigen Fauxpas, sie kippt nämlich Salz statt Zucker in den Cocktail. Hihi, das putzige Mädchen, gell? Was Maxime aber nicht ahnt: Tony hat sich eigentlich schon entschieden, freiwillig gehen zu wollen. Weil er zu wenige Dates hatte, sagt er, und zu lange brauche, um sich zu verlieben. "Du bist 'ne hübsche Frau, klar, süßes Lächeln, dies das", sagt er ihr schließlich, aber "die Bindung" sei eben nicht da. Deshalb verkündet er seinen Ausstieg.

Maxime sieht einfach nur genervt aus, während Tony seine Larifari-Gründe runterrattert. Wir glauben ja: Tony und diverse andere Kandidaten, die bisher freiwillig gingen oder darüber nachdenken zu gehen, tun dies mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit nur aus einem Grund – Feigheit, von einer Frau aus der Show gewählt zu werden. Fragiles Ego und so. Bisschen ärmlich.

Knutscherei zu später Stunde

Oh Mann, und dann bekommt auch noch ausgerechnet Julian das dritte Date des Tages. Das wäre ohnehin ja schon schlimm und nervig, aber dieses Mal hat er auch noch vor, Maxime zu verraten, dass er ebenfalls aussteigen will. Nicht, dass wir das schlimm fänden – aber bei ihm würden wir der Bachelorette wirklich das Vergnügen gönnen, ihn persönlich rauszukicken. "Ich bin kein WG-Fan", begründet er seinen Unmut ihr gegenüber, und Maxime scheint unrealistischerweise wirklich betrübt zu sein. Wir sind's letztlich nicht. Jeder Macho weniger erhöht die Chancen für Raphael.

Die Bachelorette macht leider anschließend das Falschestmögliche: Sie schiebt sich alle Schuld zu, dass sie zwei Ausstiege an einem Tag hinnehmen muss. "Macht es Sinn, dass ich diese Rolle habe?", fragt sie sich traurig. "Was stimmt mit mir nicht?" Man möchte ihr Schokolade schenken, und ein Buch über Feminismus.

Ein Mann muss noch gehen

So sind bei der Nacht der Rosen plötzlich nur noch fünf Jungs übrig. "Wollen wir uns nicht – wegen der Woche – direkt 'nen Schnaps gönnen?", leitet die 26-Jährige die Wochenabschlussparty ein. "Sonst nippe ich ja immer nur an meinem Glas, und diesmal habe ich eine, äh, etwas andere Strategie ausprobiert", gesteht Maxime später hochsympathisch in die Kamera. Die führt dazu, dass sie sich später Zico krallt, um zu klagen, dass sie beim Imkerdate irgendwie "ihre Chance" verdüdelt hätte. Dafür will sie jetzt mit ihm rumspazieren – und der Spaziergang führt vor die Tür der Villa.

"Was machen Maxime und Zico vor der Tür?", fragt der RTL-Erzähler bedeutungsschwanger, und da müssen wir ein bisschen kichern. Na was machen sie wohl: Knutschen natürlich. Und alle anderen Männer können sie durch die offene Tür dabei sehen. Un-an-ge-nehm! Und das, wo doch in der kleinen, lauschigen Runde vorher kurz so eine nette Harmonie geherrscht hatte! Die ist aber ohnehin vorbei, als es an die Rosenvergabe geht – denn ein Mann muss nach den zwei freiwilligen Ausstiegen noch weg. Es ist: Lars. Ja, okay, wir hatten auch fast vergessen, dass der überhaupt noch da ist.


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