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"Die Schatzinsel" auf ProSieben: Kostümparty mit Dreispitz und Holzbein

Fliegende Schwerter, Pulverdampf und Dreimaster: Pro Sieben hat die Neuverfilmung der "Schatzinsel" produziert. Ein echter Abenteuerfilm, aufwendig inszeniert. Schauspieler wie Tobias Moretti und Jürgen Vogel werden dank Augenklappe, Dreispitz und Holzbein zu kernigen Piraten.

Von Marina Kramper

Piraten Johee! Im Windschatten des Erfolges von "Fluch der Karibik" segelt die erste Garde deutschsprachiger Schauspieler auf der "Hispaniola" der "Schatzinsel" entgegen. Pro Sieben hat sich an eine aufwendige Neuverfilmung des klassischen Romans "Die Schatzinsel" von Robert Louis Stevenson gewagt. In Pulverdampf und Wasserschlachten bläht sich die Seide und knittert der Brokat, dass es eine Freude ist. Mit Werktreue und historischer Genauigkeit hält sich die wilde Piratensause nicht zu lange auf, umso erstaunlicher, dass beim Gehrock jeder Stoffknopf sitzt. Die "Schatzinsel" als echter Abenteuerfilm entführt die Zuschauer mit aufwendigen Kostümen und grandioser Ausstattung in spannende Welten.

Christian Redl, Darsteller des Bill Bones, bringt es auf den Punkt: " Man fühlte sich beim Drehen der Schatzinsel wieder wie ein Kind, man konnte sich ein Kostüm anziehen, sich verkleiden, man hatte schlichtweg wieder Freude am Spielen". Auch Schauspielerin Silke Bodenbender, die Mutter von Jim Hawkins, stimmt enthusiastisch ein: "Es ist toll, mit einem Rokokokleid zu spielen, mit so einer Perücke und dann in diese Gesichter zu gucken."

Machtkämpfen und Meutereien zu Wasser und zu Land

Die Geschichte von "Die Schatzinsel" ist schnell erzählt: Wirtshaussohn Jim Hawkins findet bei den Hinterlassenschaften eines Gastes eine Schatzkarte, die mehrere finstere Gesellen bereits suchen. Er kann den Adeligen Trelawney für die Schatzsuche gewinnen. Wegen einer Indiskretion von Trelawney, weiß im Hafen von Bristol, wo die Reise beginnt, inzwischen jeder, was der Anlass der Reise ist. Piraten, die den Schatz damals zusammengekapert hatten und von ihrem Käptain Flint darum betrogen wurden, melden sich unerkannt als Matrosen auf die Hispaniola. An Bord und auf der Insel kommt es zu Machtkämpfen und Meutereien, in denen sowohl Jim wie auch der Schiffskoch Long John Silver oft geschickt die Seiten wechseln.

Eine frühere deutsch-europäische Produktion war als Vierteiler mit Michael Ande als Hawkins 1966 zu Weihnachten ausgesendet worden und ist bis heute bei Fans unvergessen. Als Robert Louis Stevenson im Winter 1881/1882 im Schweizer Kurort Davos seine "Schatzinsel" fertig schrieb, ahnte er nicht, dass sein Südseeabendteuer ein ganz neues Genre begründen würde. Wie heute "Tempo" für Taschentücher steht so nimmt die Schatzinsel alle Abenteuerromane von Jim Knopf über Luke Skywalker bis Harry Potter vorweg. Jim Hawkins, jugendlicher Held und Schatzsucher, muss sich im Laufe des Romans äußerlich mit Piraten und Verrat auseinandersetzen. Innerlich geraten die Suche nach dem Schatz und die Konfrontation mit skrupellosen Piraten und scheinbar guten Bürgern für Jim Hawkins zur Initiation, zum Einstieg ins Erwachsenenalter.

Ganz bewusst kein Hollywood-Schinken

Regisseur Hansjörg Thurn hat die Geschichte nicht nur ausgewählt, weil sie ihn seit Kindertagen fasziniert, sondern weil die literarische Vorlage so vielschichtig ist. "Stevenson hatte eigentlich eine rebellische Seele. Er rechnet ab mit den Obrigkeiten und stellt ihnen die Piraten als freiheitsliebend gegenüber. Die Schatzinsel ist ein Abenteuerroman, aber sie hat einen mythischen Grund, der ihr etwas Zeitloses verleiht. Stevenson kann man nicht verbessern", so Regisseur Thun, "deshalb haben wir uns überlegt, was machen wir draus? Wir wollten uns bewusst nicht an Hollywood messen, sondern eine europäische Produktion daraus machen." Für die Schauspieler war die Arbeit eine ganz neue Erfahrung. Keiner von ihnen war der Star, sie arbeiteten im wahrsten Sinne des Wortes als Crew. "Normalerweise", so Thurn, "haben Schauspieler ein empfindliches Ego. Dadurch, dass wir so viele waren, ging es eher zu, wie im Pfadfinderlager. Die Schauspieler sind eigentlich in ihre Kindheit zurückgerutscht."

Und wirklich, es ist äußerst spannend und unterhaltsam, Jim Hawkins und der Crew durch die Schiffsräume und den Inseldschungel zu folgen, auch wenn man das Ende eigentlich schon kennt. Aber das hat ja bei "Titanic" die Zuschauer auch nicht davon abgehalten, sich den Film anzusehen und Hansjörg Thurn gibt dem Film dann doch noch eine Wendung, die das Buch so nicht anbietet.

Hawkins Darsteller Francois Goeske gibt zu, während der Dreharbeiten verliebt gewesen zu sein: " Ich war verliebt in mein Kostüm! Das Kostüm mit den Schuhen, mit den riesigen Schnallen und dem Dreispitz. Ich fand es so genial, ich hab das Kostüm behalten."

Zur Kostümrecherche nach Paris

Die Kostüme sind herausragend. Kostümbildnerin Esther Walz hatte drei Monate Vorbereitungszeit. Die Recherche begann in Paris im Kostümmuseum. Assistentin Anette Tirler wurde in den Louvre geschickt, wo der englische Maler mit einer Sammlung völkischer Szenen ausgestellt wird. Auf dem Flohmarkt am Port de Clignancourt kaufte sie Spitzen, Borten und Stoffe. Authentisch sollten die Kostüme sein, aber natürlich auch schön anzusehen. In Paris gibt es eine kleine Firma, die ganz exklusiv Samtstoffe bedruckt. Alle vornehmen Kostüme sind so hergestellt worden. Auch Piratenkostüme wie bei Bill Bones, bei dem die Kleidung schon bessere Zeiten gesehen hatte, aus diesen aufwendigen Stoffen genäht. In den "Charisma Studios" in Bukarest wurden in sechs Wochen original Stoffe auf alten Webstühlen gewebt, die es in Europa nur noch hier gibt.

Anette Tirler ist in der Kostümproduktionsphase quer durch Europa gereist: "Zuerst haben wir einige Kostüme aus der "Parfüm" Produktion zusammengesammelt. In London haben wir das Zubehör wie Schuhschnallen, Dreispitze und Gürtel besorgt. In Bukarest wurden dann die meisten Kostüme nach unseren Vorlagen genäht. Die Schneiderinnen haben die Knopflöcher tatsächlich mit der Hand umnäht", so Anette, die bekennt, dass sie total stolz ist, an dieser großen Produktion beteiligt gewesen zu sein.

Mit einem extra angefertigten Schiffsmodell der Hispaniola wurden die Sturmsequenzen in Thailand gedreht. Zusammen mit Frischwassertanks und Wasserkanonen, Wasserrutschen und Regenmaschinen gerieten diese Szenen zu den teuersten Minuten des Films. Die Schauspieler bekamen sechs Wochen Stunttraining ver- und Silver zwei Holzbeine angepasst.

Auch eine Novität im Deutschen Filmschaffen. Stunts werden normalerweise nur von Fachleuten durchgeführt. Hansjörg Thurn wollte während der Zweikämpfe die Gesichter sehen und konnte den Berliner Stunttrainer Rainer Werner gewinnen, um mit den Darstellern Kämpfe und Stürze selbst einzustudieren. Mit viel Können und Einfühlungsvermögen hat er aus den Darstellern Piraten und aus den Piraten Schwertkämpfer gemacht. Man wusste ja schon vorher, dass Richy Müller einen überzeugenden Schurken spielen kann. Dank Rainer Werner kann er nun einen echten schwertkämpfenden Haudegen aufs Parkett legen.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(