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"Tagesthemen" "Guten Abend, Frau Slomka": So souverän reagiert Caren Miosga auf Fauxpas

"Guten Abend Frau Slomka": So begrüßte Wolfang Ischinger Caren Miosga in den "Tagesthemen"
"Guten Abend Frau Slomka": So begrüßte Wolfang Ischinger Caren Miosga in den "Tagesthemen"
© ARD
Interviewgast Wolfgang Ischinger begrüßte Caren Miosga am Montag in den "Tagesthemen" versehentlich mit "Frau Slomka". Die Moderatorin reagierte gelassen und mit Humor.

Topthema bei den "Tagesthemen" waren am Montagabend die Verhandlungen zwischen Russland und den USA zur Beilegung des Konfliktes um die Ukraine. Zu diesem Zweck sprach Caren Miosga mit Wolfang Ischinger, dem früheren Staatssekretär im Auswärtigen Amt sowie Botschafter in Washington und London. Aktuell leitet er die Münchner Sicherheitskonferenz.

"Guten Abend Frau Slomka", begrüßte er die Moderatorin, die ihn höflich korrigierte und sich dabei ein Grinsen nicht verkneifen konnte: "Miosga heiße ich", erwiderte die 52-Jährige, und schob versöhnlich hinterher: "Macht nichts." Auch Ischinger musste kurz lächeln.

Caren Miosga ist Kummer mit ihrem Namen gewohnt. Als die Journalistin 2007 als Nachfolgerin von Anne Will für die "Tagesthemen" berufen wurde, nannte man sie häufig Carmen. In zahlreichen Porträts und Zeitungsartikeln tauchte dieser Fehler damals auf. 

Caren Miosga mit Marietta Slomka verwechselt

Mittlerweile hat sich der Vorname herumgesprochen, dafür unterlief Ischinger nun der Fauxpas mit dem falschen Nachnamen. Eine Verwechslung, die nachvollziehbar ist: Die Namen Miosga und Slomka ähneln sich, vier der sechs Buchstaben sind identisch. Zudem sind beide, Marietta Slomka wie Caren Miosga, die weiblichen Aushängeschilder im jeweils wichtigsten Nachrichtenformat ihres Senders: dem "Heute-Journal" im ZDF und den "Tagesthemen" in der ARD.

Das weitere Interview ging dann aber störungsfrei über die Bühne. Beide Gesprächspartner sprachen sechs Minuten lang konzentriert über den ernsten Konflikt. Dabei konnte Ischinger durchaus ein wenig Hoffnung verbreiten. Der Sicherheitsexperte, der Putin persönlich kennt, äußerte sich überzeugt, dass sich der russische Präsident nicht zu einem irrationalen Hasardeur entwickeln werde. Einen Überfall Russlands auf die Ukraine halte er für unwahrscheinlich, so Ischinger, der bei seiner letzten Antwort Miosga noch einmal "Frau Slomka" nannte. Doch die verzichtete auf eine erneute Richtigstellung und wechselte anschließend souverän zum nächsten Thema über.

Wolfgang Ischinger war sein Fauxpas offenbar so peinlich, dass er sich kurz darauf entschuldigte: "Darf nicht passieren. (...) Entschuldigung, verehrte Frau Miosga! Es tut mir sehr leid!", schrieb er am späten Abend auf Twitter.

Verwendete Quelle: "Tagesthemen" in der ARD-Mediathek, Twitter

che

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