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TV-Shows "Wer wird Millionär"-Wiederholung siegt gegen "The Masked Singer" – so ärgert RTL die Konkurrenz

"Wer wird Millionär?" gegen "The Masked Singer"
Strahlende Sieger: Anke Engelke und Günther Jauch ("Wer wird Millionär?") wollten mehr Zuschauer sehen als Jochen Schropp ("The Masked Singer").
© MG RTL D / ProSieben
Die neue Staffel von "The Masked Singer" schwächelt. Die Einschaltquoten sind schlechter als in der Staffel davor. Ein Grund ist ein geschickter Schachzug von RTL.

Im entscheidenden Moment hatten die Zuschauer die Wahl: Gegen 23.3o Uhr grübelte Anke Engelke über der Eine-Million-Euro-Frage, während bei der Konkurrenz die Enthüllung des Hummers anstand. Die Frage, was "Spiegel und Fahne" hat, begeisterte mehr Zuschauer als das Rätsel, ob wirklich Jochen Schropp enttarnt werden würde. Und das, obwohl die "WWM"-Antwort schon seit 2017 bekannt sein müsste - es ist der Teller.

RTL siegte am Dienstagabend im Quotenrennen gegen ProSieben – und das mit einer Wiederholung. Seit dem Start der neuen Staffel von "The Masked Singer" setzt der Kölner Sender alte Promi-Specials von "Wer wird Millionär?" gegen die erfolgreiche ProSieben-Show. Obwohl "The Masked Singer" live gesendet wird, interessierten sich mehr Zuschauer für die Konserve.

2,98 Millionen Menschen schalteten die "Wer wird Millionär?"-Wiederholung mit Elton, Wolfgang Bosbach, Richard David Precht und Anke Engelke aus dem Mai 2017 ein. Damit hatte "WWM" die Nase knapp vorn. "The Masked Singer" schauten im Schnitt 2,91 Millionen – 70.000 weniger als RTL. Noch deutlicher wird der Abstand bei den Marktanteilen: 12,1 (RTL) zu 10,9 (ProSieben) Prozent.

"The Masked Singer" darf auf nächste Woche hoffen

Für ProSieben ist die "WWM"-Konkurrenz ein Ärgernis. Dass RTL mit einer Wiederholung mehr Erfolg hat, als die aufwändig produzierte Live-Sendung, dürfte in München ungern gesehen werden. In der Vorschau zu den Sendungen weist RTL zwar nicht darauf hin, dass es sich um eine Wiederholung handelt, in der Show an sich wird dann über den Fragen allerdings auf die Erstausstrahlung hingewiesen.

Trösten kann sich ProSieben damit, dass sie bei der sogenannten werberelevanten Zielgruppe mehr Erfolg hat. Bei den 14- bis 49-Jährigen holte der Sender einen Markanteil von 23,4 Prozent. Außerdem darf "The Masked Singer" auf nächste Woche hoffen. Da sendet RTL um 20.15 Uhr eine Sondersendung zur US-Wahl gegen "The Masked Singer". Eskapisten bleibt die Qual der Wahl somit erspart.

mai

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