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"Bares für Rares" Gold völlig falsch gewogen - Verkäufer kann den wahren Preis kaum fassen

Bares für Rares: Verkäufer Lange, Moderator Lichter, Expertin Horz
"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter spricht mit Verkäufer Dirk Lange (l.), während Expertin Wendela Horz die Goldwaage vorbereitet.
© ZDF
Den Goldwert von Schmuckstücken zu errechnen ist tückisch. Bei "Bares für Rares" liegt ein Verkäufer völlig daneben und kann kaum fassen, was die Expertin sagt.

"Das war der sogenannte Familienschatz", sagt Dirk Lange aus Leipzig. Der Schauspieler kommt mit Goldschmuck zu "Bares für Bares". "Den hat meine Mutter so gut versteckt, dass keiner ihn über 20 Jahre wiedergefunden hat", erklärt der 53-Jährige. Erst beim Ausräumen des Heizungskellers seien der Anhänger und die Brosche wieder aufgetaucht. Jetzt will er beide Stücke verkaufen. Doch beim Kalkulieren des Goldpreises macht Lange einen gewaltigen Fehler.

"Ich bin völlig fasziniert, vor allem vom Anhänger", sagt "Bares für Rares"-Expertin Wendela Horz. Daran habe ein Goldschmied viele, viele Stunden verbracht. Jedes Detail sei aufwendig von Hand gearbeitet worden. Besonders hebt sie die Granulation hervor, bei der kleine Goldkügelchen aufgesetzt wurden. Auch die Brosche sei beeindruckend. Beide Teile seien aus 585er Gold gefertigt, vermutlich in den 30er oder in den 40er Jahren, die Steine seien echte Diamanten. "Aber das Prunkstück ist der Anhänger", sagt Horz.

"Bares für Rares"-Expertin überrascht mit Materialwert

Besitzer Lange glaubt, den Materialwert bereits zu kennen. "Es gibt ja so Tabellen und wenn ich mich nicht total verwogen habe, dann liegt der Goldpreis so bei 700 Euro", sagt er. Wendela Horz guckt kritisch. Sie kommt auf einen völlig anderen Wert. "Wir haben hier einen Goldwert von 1400 Euro", sagt sie. Da die Gestaltung und die Steine noch dazukommen, liegt ihr Schätzpreis bei 2500 bis 3000 Euro – also das Vierfache des Wunschpreises. Lange kann es kaum fassen. "Wow, da hat der Opa der Oma damals etwas echt Wertvolles gekauft."

Auch im Händlerraum löst der Schmuck Begeisterung aus. "Überzeugender Schmuck, sowas sieht man selten", sagt Fabian Kahl. Händler Wolfgang Pauritsch beginnt mit 1000 Euro, doch Besitzer Lange grätscht sofort dazwischen. "Das ist unter dem Goldpreis." Pauritsch korrigiert auf 1500 Euro, aber Susanne Steiger überbietet ihn mit 2000 Euro. Die beiden überbieten sich gegenseitig. Erst bei 2350 Euro steigt Pauritsch aus. "Das ist ein guter Preis und Susanne kann diesen Schmuck bestimmt am besten verkaufen." Besitzer Lange ist einverstanden.

"Damit hätte ich nie gerechnet. Als Kind habe ich mit dem Schmuck sogar gespielt", verrät er. Er hat das Dreifache seines Wunschpreises erhalten. Von dem Erlös wollten er und seine Brüder die Mutter nach Prag einladen. "Vielleicht wird es jetzt auch New York."

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