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"Bares für Rares" Postkarte von WM-Held: Vater und Tochter machen das Geschäft ihres Lebens

Michaela und Wolfgang Traeg stehen im Studio von Bares für Rares und schauen in die Kamera
Michaela und Wolfgang kommen mit einem Stück zu "Bares für Rares", das jeden Fußballfan erfreuen wird. "Ich kann damit gar nichts anfangen", sagt die Tochter.
© ZDF
"Bares für Rares" lässt Fußballfans aufhorchen: Eine Postkarte von WM-Held Max Morlock steht zum Verkauf. Die Besitzer können ihr Glück kaum fassen.

Jahrelang lag sie achtlos in der Schublade: Michaela und Wolfgang Traeg kommen mit einer außergewöhnlichen Postkarte zu "Bares für Rares". Tochter und Vater aus Mainz und Nürnberg zeigen in der ZDF-Trödelshow ein Schriftstück, das jeden Fußballfan entzücken dürfte. Die Ansichtskarte aus der Schweiz schrieb 1954 der Nürnberger Fußballer und WM-Held Max Morlock an den Bekannten des Großvaters. "Sie ist inzwischen 66 Jahre alt", sagt Traeg. Unterschrieben haben neben Morlock auch Trainer Sepp Herberger, Fritz Walter, Torschütze Helmut Rahn und weitere Spieler. "Oha", sagt Moderator Horst Lichter. Eine kleine Sensation.

"Max Morlock hat immer Karten an seine Freunde und Verwandten geschickt", erklärt "Bares für Rares"-Experte Sven Deutschmanek. Die vorliegende Postkarte zeige den Ort Schwyz, zirka 40 Kilometer vom WM-Austragungsort Bern entfernt. Die Karte sei 1954 vier Tage vor dem Endspiel aus der Schweiz abgeschickt worden. "Lieber Erich, viele Grüße aus der Schweiz sendet dir dein Max Morlock", lautet die knappe Botschaft des späteren Weltmeisters. Das Besondere seien die Unterschriften. "Sonst wäre das einfach nur eine Postkarte."

"Bares für Rares"-Experte schockt die Besitzer

200 bis 250 Euro hätten Vater und Tochter gerne für ihre Karte, die sie beim Aufräumen wiedergefunden haben. "Das finde ich schon echt frech", schockt Experte Deutschmanek die Besitzer zunächst. Doch dann löst er auf: Denn die Postkarte sei mindestens 600 bis 700 Euro wert. "Wer die bekommt, hat großes Glück." Doch was sagen die Händler?

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

Im Händlerraum herrscht zunächst Verwirrung. Julian Schmitz-Avila kann die Schrift nicht entziffern und damit nicht zuordnen wer unterschrieben hat und um was es sich handeln könnte. Erst bei 1954 und Schweiz fällt der Groschen. Christian Vechtel startet mit einem Gebot von 100 Euro. Doch der Preis steigt nur langsam. Erst als Tochter Traeg die Schätzung des Experten nennt, erhöht Vechtel auf 370 Euro, doch Schmitz-Avila hält dagegen. Erst bei 440 Euro steigt er aus. Die Postkarte der WM-Helden geht nach Münster.

Michaele Traeg hat 200 Euro mehr bekommen als der ursprüngliche Wunschpreis. Verwendung hat die werdende Mutter auch schon für das Geld: "Das geht in die Babyausstattung."

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Quelle: "Bares für Rares" vom 16. April 2021. Neue Folgen der Trödelshow gibt es von Montag bis Freitag um 15.05 Uhr im ZDF und vorab in der Mediathek zu sehen.

mai

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