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"Bares für Rares" Zoff im Händlerraum – "Waldi" statuiert ein Exempel

Händler Walter "Waldi" Lehnertz sitzt im Studio von Bares für Rares in Pulheim
Er ist für seine 80-Euro-Gebote bekannt und berüchtigt: Walter "Waldi" Lehnertz sitzt seit 2013 bei "Bares für Rares" am Händlertisch und betreibt in der Eifel einen Antikhandel.
© ZDF
Kuriose Szenen im Händlerraum von "Bares für Rares": Bei einem Bietergefecht geraten zwei Händler aneinander. Es kommt zu einem denkwürdigen Schlagabtausch.

Wenn zwei Händler sich streiten, freut sich bei "Bares für Rares" die Verkäuferin: Julia Pape aus Weyhe kommt mit zwei alten Emailleschildern in die ZDF-Trödelshow. Die beiden Objekte sind ein Dachbodenfund. "Die lagen erst bei meinem Opa auf dem Speicher und dann bei meinen Eltern im Keller", sagt die 29-jährige Polizistin zu Moderator Horst Lichter. Da sie selbst nichts mit den Schildern anfangen könne, möchte sie diese verkaufen. Noch ahnt Pape nicht, was für einen Sturm sie damit im Händlerraum auslösen wird.

"Wir haben hier ein Werbeschild für eine Wäscherei und Färberei", erklärt "Bares für Rares"-Experte Detlev Kümmel. Es handle sich um die Firma Printz, die das Schild um 1920 hergestellt habe, um damit für ihre Färberei und Reinigung zu werben. Der Erhaltungszustand sei okay, es gebe kaum Abplatzungen. Das Besondere sei, dass es sich eigentlich um zwei Schilder handele, die aneinander geschraubt wurden.

"Bares für Rares"-Händlerraum wird zum Schlachtfeld

300 Euro hätte Besitzerin Pape gerne für die 100 Jahre alten Schilder. Experte Detlev Kümmel liegt mit seiner Schätzung sogar darüber. Obwohl nur Schrift und keine Zeichnung auf den Schildern zu sehen sei, was es für Sammler interessanter mache, gehe er von 150 bis 200 Euro pro Schild aus – also insgesamt 300 bis 400 Euro. Doch im Händlerraum kommt es zu kuriosen Szenen.

"Das ist sehr alt", sagt Wolfgang Pauritsch nach der ersten Begutachtung. "Das ist was Cooles", bestätigt Walter "Waldi" Lehnertz und bietet 280 Euro. Doch ach Julian Schmitz-Avila ist an den Schildern interessiert und bietet 350 Euro. Zwischen beiden Händlern kommt es zu einem Bietergefecht mit Seltenheitswert. Innerhalb von wenigen Sekunden bieten sich die Händler in schwindelerregende Höhen.

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

Beim Stand von 720 Euro kommt "Waldi" richtig in Fahrt. "Du musst richtig bluten", raunt er seinem Kollegen zu. Damit ist klar: Lehnertz will das Schild haben und ein Exempel statuieren. Doch um welchen Preis? Erst bei 950 Euro zuckt Schmitz-Avila. Der 34-Jährige räumt das Feld und gibt auf. Lehnertz kauft die beiden Schilder für stolze 950 Euro. Ein denkwürdiges Bietergefecht ist zu Ende.

"Die werden wissen, was sie tun", sagt Verkäuferin Pape überrascht. Sie hat mehr als das Doppelte des Schätzpreises bekommen und ist glücklich.

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Quelle: "Bares für Rares" vom 21. April 2021. Neue Folgen der Trödelshow gibt es von Montag bis Freitag um 15.05 Uhr im ZDF und vorab in der Mediathek zu sehen.

mai

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