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Satire-Sendung: Bernd statt Björn: So feiert die "Heute Show" die Höcke-Panne des Bundestags

Die Umbenennung des AfD-Politikers Björn Höcke ist einer der größten Coups der "Heute Show". Jetzt hat selbst der Bundestag ihn ganz offiziell Bernd genannt - und Oliver Welke feiert entsprechend.

Bernd Höcke Heute Show Oliver Welke

Die "Heute Show" nannte Björn Höcke zuerst Bernd - jetzt tat es selbst der Bundestag

Björn Höcke soll es nach Insiderberichten in den Wahnsinn treiben: Seit die "Heute Show" begann, den AfD-Politiker konsequent Bernd zu nennen, breitet sich der Spitzname immer weiter aus, selbst Nachrichtenmoderatoren verplapperten sich bereits. Dass selbst der Bundestag in einer offiziellen Anfrage den Namen falsch schrieb, ist der absolute Höhepunkt des Running Gags. Und natürlich konnte auch die "Heute Show" das nicht ignorieren.

Dafür ließen sich Oliver Welke und sein Team aber mächtig Zeit. Erst ganz am Ende, nachdem Hazel Brugger sich über ihren Drogenkonsum wegen Trump auslassen durfte, ging Welke auf die Panne ein. Genüsslich lass er die auf der offiziellen Homepage des Bundestages veröffentlichte Anfrage der AfD-Fraktion vor, ob das Holocaust-Mahnmal auf Höckes Nachbargrundstück von der Kunstfreiheit abgedeckt sei - und wies dann auf den Namensfehler hin. Dort stand nämlich klar "Bernd Höcke".

Unter dem Johlen des Publikums feixte Welke: "Rätselhafterweise hat der Bundestag das dann wenige Stunden später wieder in Björn geändert. Aber wo Menschen sind, passieren Fehler." Ein krönender Abschluss der Sendung.

Das Theater um die GroKo

Sonst spielte die AfD diesmal aber keine Rolle. Stattdessen nahm die Sendung lieber die GroKo und die missliche Lage der SPD aufs Korn. "Mit 56 Prozent stimmt die SPD ganz knapp für ihren eigenen Untergang", erklärte er süffisant die Entscheidung für die GroKo. Zur gefeierten Wutrede von Andrea Nahles auf dem Sonderparteitag witzelte Welke: "Ich glaube ja, viele Abgeordnete haben nur aus Angst vor Nahles mit "Ja" gestimmt." 

Die Verhandlungen bezeichnet er daher Konsequent als "Theater fürs Volk" - und holt gleich Handpuppen von Schulz, Merkel und Seehofer heraus. Mit denen wird dann das Pseudo-Gerangel um die Bürgerversicherung nachgespielt. Die SPD will statt der einheitlichen Versicherung nur noch "Maßnahmen gegen die Zweiklassen-Medizin", Seehofer schreit "Nein" - und Merkel ist's sowieso egal. "Und zwischendurch, das wissen Sie, kommt noch wieder dieser unerträgliche Pausenclown und gibt wieder den taffen Krawallaugust" - und die Puppe von Minister Dobrindt erscheint. Und Welke fasst deprimiert zusammen, was viele Bürger fühlen: "Alles nur Theaterdonner."

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