HOME

heute-show feiert Erfolg: Deutscher Bundestag nennt Björn Höcke "Bernd"

Bernd Höcke statt Björn Höcke: Es ist der Dauerbrenner-Witz der heute-show. Seit Jahren nennt die Satiresendung den AfD-Politiker so. Nun hat der Bundestag versehentlich nachgezogen.

AfD-Politiker Björn Höcke zeigt zwei erhobene Fäuste

AfD-Rechtsaußen Björn Höcke wurde auf bundestag.de "Bernd" genannt

In der Redaktion der heute-show dürften die Korken geknallt haben: Nach jahrelanger und mühseliger Arbeit gibt es einen großen Erfolg zu feiern. Seit Ewigkeiten schon versucht die Satire-Sendung um Moderator Oliver Welke, den falschen Namen des AfD-Politikers unters Volk zu bringen. Nun scheint sich diese Vehemenz ausgezahlt zu haben: Bernd Höcke hat es zumindest kurzzeitig auf die offizielle Homepage des Deutschen Bundestags geschafft.

Bundestag.de gibt den Fehler zu

Dazu schrieb die heute-show auf Twitter. "Er heißt Bernd. Das hat der Bundestag jetzt auch offiziell bestätigt." Doch war der Name wirklich so auf der Homepage zu lesen oder ist dies lediglich ein weiterer Scherz der ZDF-Satiresendung? Tatsächlich stand der Name falsch auf bundestag.de. Das bestätigte ein Mitarbeiter auf Anfrage des stern. Der Fehler ist mittlerweile korrigiert

Der Patzer tauchte ausgerechnet in einer auf der Webseite des Bundestags veröffentlichten Kleinen Anfrage der AfD-Fraktion auf. Diese will von der Bundesregierung wissen, ob die "Errichtung einer Nachbildung des Holocaust-Mahnmals durch das Künstlerkollektiv Zentrum für politische Schönheit (ZPS) in Sichtweite der Wohnung des thüringischen Landtagsabgeordneten Björn Höcke (AfD) die Grenzen der Kunstfreiheit überschritten sehe". (Mehr zu dem Thema finden Sie hier.)

Gerade bei diesem Thema ließe sich natürlich spekulieren, ob sich da jemand einen absichtlichen Scherz erlaubt hat – feststellen lässt sich das aber nicht mehr. Die Verantwortlichen von bundestag.de sprechen klar von einem "Fehler".

Großer Erfolg für die heute-show

Der heute-show kann die Aufmerksamkeit nur recht sein. Ihre geduldige "Arbeit" scheint sich endlich auszuzahlen. Zahlreiche Medien und Internet-User verbreiten den Fehler des Bundestags. Und das fast gebetsmühlenartige Wiederholen des "Bernd Höcke" scheint ja offenbar auch an den Mitarbeitern von bundestag.de nicht ohne Wirkung vorbeigegangen zu sein.

Wie häufig der Name mittlerweile verwendet wird, zeigt auch eine einfach Google-Suche nach "Bernd Höcke". Die bringt immerhin knapp 1300 Einträge.

+++ Lesen Sie auch: Björn Höcke und seine ungebetenen Nachbarn - was steckt hinter der Aktion? +++

hh