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"Carolin Kebekus Show" "So ein Quatsch": Carolin Kebekus attackiert Armin Laschet nach dessen AfD-Lob

Carolin Kebekus steht im Studio ihrer gleichnamigen Show und schaut in die Kamera
Carolin Kebekus macht auf "Heute-Show": In ihrer Sendung "Carolin Kebekus Show" zieht sie auch über Politiker her.
© ARD
Armin Laschet stimmt der AfD zu: Seine Aussage im Landtag von NRW ist eine Steilvorlage für Carolin Kebekus. Die Comedian watscht den CDU-Kanzlerkandidaten ab.

Armin Laschet hielt vergangene Woche eine Rede im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Der Ministerpräsident und vielleicht baldige Bundeskanzler sagte dabei einen bemerkenswerten Satz zur AfD, die ebenfalls im Landtag von NRW vertreten ist. Der Aachener lobte die kritische Beurteilung eines AfD-Redners – und muss dafür heftige Kritik von Carolin Kebekus einstecken.

"Er hat tatsächlich folgenden Satz gesagt", beginnt Kebekus ihren Beitrag in der "Carolin Kebekus Show" am Donnerstagabend. Dann ist Laschet in einem Video bei seiner Rede zu sehen und hören. Er sagt an die Abgeordneten gerichtet: "Ich stimme selten, also eigentlich nie, der AfD zu. Aber sie haben heute einen wahren Satz gesagt: Immer wenn jemand ankommt und sagt, 'die Wissenschaft sagt', ist man klug beraten zu hinterfragen, was dieser gerade im Schilde führt." Eine Steilvorlage für Comedian Kebekus.

"Wow. Ich stimme selten, also eigentlich nie, Armin Laschet zu", sagt die 41-Jährige in Anlehnung an den Laschet-Satz. "Aber dieses Mal noch weniger als sonst." Es sei manchmal besser, Dinge abzuschreiben, als sich "Quatsch" selbst auszudenken, meint Kebekus in Anspielung auf die Debatte über das Buch von Annalena Baerbock. "Wie viele Momente gibt es genau, in denen es gut ist, öffentlich der AfD zuzustimmen?", fragt Kebekus. Und bezieht dann klar Haltung: "keine." (Den Ausschnitt hier in der Mediathek der ARD sehen - ab Minute 4:08)

Armin Laschet, Kanzlerkandidat der CDU, stellt sich den Fragen in der Gesprächsreihe "Brigitte Live"

Öffentliche Kritik an Laschets AfD-Aussage

Auf Twitter hat die Äußerung Laschets zur AfD bereits für viele Diskussionen gesorgt. Der Unions-Kanzlerkandidat reiße seine "Brandmauer gegen Rechts" mit seinem Satz selbst ein, werfen ihm Kritiker vor. Nilz Bokelberg hält Laschet außerdem vor, damit wissenschaftliche Arbeit diskreditiert zu haben. "Mensch. Der wird ein toller Kanzler. Nie wieder störende Fakten! Hurra!", schreibt der Podcaster und Moderator. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach meint: "Das, was Armin Laschet hier sagt, ist doppelt schrecklich. Der AfD sollte man nie öffentlich zustimmen, erst recht nicht in einem Landtag. Und zum zweiten werden wir ohne Vertrauen in und Respekt vor der Wissenschaft den Klimawandel nicht bewältigen.“

"Gerade jetzt könnte man Vertrauen in die Wissenschaft gebrauchen", beendet Kebekus ihren satirischen Angriff gegen Laschet. Dessen holpriger Wahlkampf wird wohl auch in den nächsten Wochen Stoff für ihre Show liefern.

mai

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