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Castingshow "Das Supertalent" RTL lädt zum Schweinebasketball


Wenn im Fernsehen Hunde furzen, Elefanten tanzen und Menschen rülpsen, dann läuft wieder "Das Supertalent". Am Freitag startet die neue Staffel. RTL setzt auf das altbewährte Konzept, allerdings bekommt Dieter Bohlen eine neue Anstandsdame an die Seite gestellt.
Von Carsten Heidböhmer

Dieses Format ist der Paradiesvogel unter den hiesigen Castingshows: Im Konzert von "Deutschland sucht den Superstar", "X Factor", "Popstars" und bald "The Voice of Germany" nimmt "Das Supertalent" eine Sonderstellung ein. Hier wird nicht nur musikalisches Talent gesucht, sondern alles andere auch: Es gab eine Frau, die mit ihren Brüsten Melonen zertrümmert hat, Samurai-Künstler, Perkussionisten, Kunstfurzer, Feuerschlucker, Wasserspucker und vieles mehr. An diesem Freitag startet die fünfte Staffel auf RTL.

Unter den Siegern der ersten vier Staffeln befindet sich auch ein Hund: 2009 gewann der Jack Russell Terrier PrimaDonna, der zusammen mit seinem Herrchen Seilchen springen kann. In vielem ähnelt "Das Supertalent" mehr einem Zirkus als einer Fernsehsendung. Vielleicht erklärt das den Erfolg: Knapp acht Millionen Menschen sahen im vergangenen Jahr die Folgen der vierten Staffel. Damit gehört die RTL-Show zu den meistgesehenen Sendungen im deutschen Fernsehen - neben "Wetten, dass..?" und dem "Tatort".

Motsi Mabuse ersetzt Bruce Darnell

Damit es in diesem Herbst ähnlich viele Zuschauer werden, hat RTL so wenig wie möglich geändert. Moderiert wird die Show von Marco Schreyl und Daniel Hartwich. Im Zentrum der Jury thront Dieter Bohlen, der untalentierte Kandidaten mit gewohnt deftigen Worten runterputzen wird. Ihm zur Seite sitzt Sylvie van der Vaart. Die aus "Let's Dance" bekannte Tänzerin Motsi Mabuse übernimmt den freigewordenen Platz von Bruce Darnell.

Während Darnell jedoch dafür bekannt war, gerne mal zu heulen, wenn er von einer Darbietung gerührt war, ist das von Mabuse nicht zu erwarten. Die gebürtige Afrikanerin vertritt die Gute-Laune-Fraktion. Kandidaten müssen sich vor ihr nicht fürchten: Sie sage zwar, was sie denke, "ich versuche soweit es geht, jeden respektvoll zu behandeln." Mit Dieter Bohlen hat sie keine Probleme: "Ich habe Dieter als sehr charmanten und lustigen Menschen kennengelernt", sagt sie stern.de.

Von dressierten Flöhen bis zu sambatanzenden Elefanten

Die Show läuft wie gehabt: In den Castings können die Juroren mithilfe ihres Buzzers untalentierte Bewerber schon während der Performance von der Bühne schicken, wenn alle drei Juroren den Buzzer drücken. Ab dem Halbfinale entscheiden die Fernsehzuschauer, wer rausfliegt und wer weiterkommt. Sie küren per Telefonvoting auch das Supertalent 2011.

Das Interesse an dem skurrilen Format ist größer denn je: Nach Senderangaben haben sich diesmal 42.000 Kandidaten beworben - so viel wie nie zuvor. Die Bandbreite der Bewerber reicht diesmal von klein bis groß: Von dressierten Flöhen bis zu sambatanzenden Elefanten. Ein 62 Zentimeter kleines Mädchen singt, ein 84-Jähriger spielt Geige, eine Frau malt mit ihrem Bügeleisen Bilder. Sogar Schweine, die Basketball spielen, soll es diesmal geben. Durchhalten lohnt sich: Der Sieger erhält immerhin 100.000 Euro. Dafür macht sich auf schon mal ein Schwein zum Affen.

Die fünfte Staffel von "Das Supertalent" startet am Freitag, 16. September um 20.15 Uhr bei RTL. 14 weitere Folgen laufen jeweils samstags um 20.15 Uhr.


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