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Deutscher Fernsehpreis auf RTL: Öde Ökumene

Selten war der Deutsche Fernsehpreis so langweilig. Für einen der wenigen witzigen Höhepunkte sorgte Oliver Pocher - doch seine Seitenhiebe auf die ARD wurden herausgeschnitten.

Von Katharina Miklis

Am Anfang ist das Wort. Und das hat in diesem Fall Marco Schreyl. Als "konfessionsübergreifendes Fernsehen" kündigt der Moderator die 13. Ausgabe des Deutschen Fernsehpreises im Kölner Coloneum an. ARD, ZDF, ProSieben Sat.1 und RTL hatten gemeinsam geladen, um Licht in die Welt der Zuschauer zu bringen und die besten der Besten auszuzeichnen. Von "Fernsehökumene" spricht der RTL-Mann - und seine Chefin Anke Schäferkordt in der ersten Reihe bekommt ein seltsam feuchtes Glitzern in den Augen. Halleluja!

Wer sich von diesem Abend jedoch Erleuchtung erhofft hatte, wird schnell enttäuscht. Da hat man schon einmal all die großen Namen der Branche zusammen und was macht RTL? Der federführende Sender serviert dem Zuschauer eine mehr als drei Stunden lange, mittelmäßige Show, in der das gute Fernsehen gefeiert wird. Für diese Selbstironie hätte der Sender selbst einen Preis verdient.

Nach 15 Minuten gähnt Wladimir Klitschko

Aber nein, es galt natürlich, andere auszuzeichnen. Und so überreicht das viel zu brave Moderatorenteam Marco Schreyl und Nazan Eckes den ersten Preis des Abends an die ARD-Serie "Weissensee". "Sie werden es nicht glauben, es ist mein erster Fernsehpreis", freute sich Produzentin Regina Ziegler. Kaum ist eine Viertelstunde vergangen, da sieht man schon Wladimir Klitschko im Publikum gähnen - und fühlt mit ihm. Immerhin: Der Boxer wird kurz darauf wachgerüttelt, als sein RTL-Kampf gegen David Haye als beste Sportsendung ausgezeichnet wird.

Andere hatten die Preise mehr verdient als der wenig spektakuläre Kampf. Beispielsweise Nina Kunzendorf ("In aller Stille") und Jörg Hartmann ("Weissensee") als beste Schauspieler. Stefan Raab ist laut Zuschauer - wie schon 2010 - der beste TV-Unterhalter des Jahres und stellt in seiner Dankesrede Anspruch auf den Sendeplatz von Günther Jauch. Wie Raab durfte auch Anke Engelke gleich zweimal auf die Bühne ("Eurovision Song Contest" und Ladykracher") und hielt ihre Ansprache zum Glück kurz: "Es ist ein langer Abend, das merken wir jetzt schon".

Kein Eklat, keine Aufreger

Die Show plätschert müde dahin. Kein Vergleich zum Fernsehpreis 2009, als Engelke und Bastian Pastewka als schunkelndes Volksmusik-Duo Anneliese und Wolfgang die Verleihung aufmischten. Geschweige denn zum Skandal-Jahr 2008, als Marcel Reich-Ranicki seinen Ehrenpreis ablehnte. Nur müde lächelt das Publikum, als ARD-Bücherwurm Denis Scheck eine Auszeichnung entgegennimmt und darauf anspielt: "Ich nehme den Preis nicht an - ohne zu sagen, dass die Literatur ein gefährliches Pflaster für den Fernsehpreis ist."

Kein Eklat, keine Aufreger. Dafür hat auch der Sender gesorgt - und lieferte so doch einen kleinen Skandal. "Viel Spaß das eine Jahr mit Gottschalk", rief Oliver Pocher Monika Piel zu, der Vorsitzenden seines Ex-Arbeitgebers ARD. Zuvor hatte er noch gewitzelt, dass "Bernd das Brot" der einzige beim MDR ohne Vorstrafen sei. RTL hat diese Szenen allerdings rausgeschnitten.

So war das Schockierende an dieser Veranstaltung ihre Vorhersehbarkeit. Oder um es mit den Worten von Loriot zu sagen, an den in einem Video erinnert wurde: Früher war mehr Lametta.

Ehrenpreis nicht so peinlich wie vergangenes Jahr

Auch die typische RTL-Unart, in Videobeiträgen Prominente am unteren Bildrand ihren Senf abgeben zu lassen, wird im Laufe des Abends zunehmend anstrengender. Dazu die abgelesenen, öden Gags der Moderatoren. "Was es nicht alles gibt, was ich nicht brauche", zitiert Dieter Nuhr später am Abend Aristoteles. Diese Ausgabe des Fernsehpreises gehört sicherlich auch dazu.

Immerhin fällt der Ehrenpreis der Stifter nicht so peinlich aus, wie im vergangenen Jahr, als die Deutsche Fußballnationalmannschaft die Trophäe bekam. Diesmal überreichte Frank Elstner den Plexiglas-Obelisken an Joachim Fuchsberger (Elstner: "Eine Mischung aus Jauch, Raab und Clooney"). "Enjoy the age - the rest is not recommendable," zitiert der 84-Jährige in seiner Dankesrede den früheren Bühnenbildner von Alfred Hitchcock. Genieß das Alter - der Rest ist nicht empfehlenswert.

Nach drei Stunden endlich vorbei

Dass auch dieser Fernsehabend das Prädikat "nicht empfehlenswert" bekommt, dafür haben sicherlich auch die etlichen Werbeunterbrechungen gesorgt. Als die Veranstaltung nach mehr als drei Stunden endlich ein Ende nimmt, sind es lediglich die Worte von Nazan Eckes, die in Erinnerung bleiben: "Gutes Fernsehen fällt nicht vom Himmel". Wie recht sie hat.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
  • Katharina Miklis