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Abschied des Moderators: Auf diese Anrufer fiel Jürgen Domian rein

Die letzte Sendung naht: Nach 20 Jahren nächtlichem Talk ist Jürgen Domian nichts Menschliches mehr fremd. Egal ob Krankheit, Liebeskummer oder perverse Neigungen - er nahm alle ernst. Und fiel so auch auf Spaß-Anrufe rein.

Jürgen Domian will 2016 mit seiner nächtlichen Talkshow aufhören.

Jürgen Domian will 2016 mit seiner nächtlichen Talkshow aufhören.

Seit 20 Jahren schütten wildfremde Menschen nachts dem Moderator Jürgen Domian ihr Herz aus. Egal ob schwere Krankheiten, sexuelle Perversionen oder schlimmer Liebeskummer: Domian nimmt alle ernst und hört sich jede noch so abstruse Geschichte der Anrufer mit einer wahren Engeldsgeduld an.

Am Freitag wird der 58-Jährige zum letzten Mal seine nächtliche Talkshow moderieren. Die Enttäuschung bei den Fans ist groß, sie lieben den verständnisvollen Domian. Doch wo Absurditäten zur Sprache kommen, liegt auch der Hang zum Lachen nah. Im Laufe der Jahre hat Domian einige wirklich bemerkenswerte Geschichten erfahren - und fiel gelegentlich auch auf Scherzanrufer rein. Zuletzt etwa Mitte November, als Klaas Heufer-Umlauf ihm als Überraschungsanrufer mitteilte, dass er den Sonderpreis bei der EinsLive Krone bekommt.

Doch es gab auch böswillige Anrufer, die Domian täuschten. Zum Beispiel eine Frau namens Angelika, die eines Nachts anrief, um von ihrer Zeit auf der Straße zu berichten. Sie habe damals auch ein Kind geboren und es zur Adoption freigegeben, erzählt sie. Eigentlich ein sensibles Thema - doch die Anruferin wollte offenbar nur einen billigen Telefonstreich machen. Nach acht Minuten fängt sie plötzlich an wild zu kichern und Domian zu beschimpfen - der kann nur den Kopf schütteln, über so wenig Sensibilität.

Da war dieser Streich schon humorvoller: Ein Anrufer gab sich als 14-Jähriger aus, der über seine an Alzheimer erkrankte Oma sprechen will. Als er diese dann sogar ans Telefon holt, wird Domian stutzig und der Schwindel fliegt auf. "Ich hab es echt geglaubt", schmunzelt Domian hinterher.

Bei diesem Anruf ist bis heute nicht klar, ob die Geschichte dahinter wahr oder erfunden ist: Eine Tierpflegerin erzählte, dass sie sich sexuell zu einem Affen hingezogen fühle. Nach der Sendung machte sich die Tierschutz-Organisation Peta auf die Suche nach dem beschriebenen Affen - und glaubte, ihn im Zoo Leipzig entdeckt zu haben. Dort klagte man aber gegen die Unterstellung und zweifelte die Echtheit des Anrufs auch an. Im Netz tauchte später eine Art Bekennerschreiben auf, die Geschichte sei erfunden gewesen. Wirklich wissen kann das jedoch niemand. Und Domian blieb auch bei diesem Anruf wie immer: ruhig und gelassen. Ab Minute 40 kann man sich das Gespräch hier noch einmal anhören:

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