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Dschungelcamp 2012: RTL erwägt Abbruch wegen Dauerregens

Die starken Regenfälle in Australien bleiben nicht ohne Folge: Das RTL-Dschungelcamp ist nach Senderangaben von der Außenwelt abgeschnitten. "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" könnte erstmals seit Bestehen abgebrochen werden.

Erstmals seit "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" im deutschen Fernsehen läuft, ist die Show vom Abbruch bedroht. Seit drei Tagen regnet es in Australien - inzwischen hat das Regenwasser einen Strom gebildet und rauscht mitten durchs Camp, das nach Angaben des Senders inzwischen von der Außenwelt abgeschnitten ist. RTL spricht sogar vom "Ausnahmezustand".

Die Moderatoren Sonja Zietlow und Dirk Bach sitzen den Angaben zufolge zusammen mit 150 Mitarbeitern in den Bergen des australischen Regenwaldes fest. Brücken seien überflutet und die Zufahrtstraße könne nicht befahren werden. Für die verbliebenen sechs Kandidaten im Camp bestehe zur Stunde aber keine Gefahr: "Die Sicherheit der Kandidaten und aller Mitarbeiter hat absolute Priorität", sagte Markus Küttner, der RTL-Chef für Comedy- und Real Life-Formate, der vor Ort die Verantwortung trägt.

RTL erwägt Evakuierung

Dass starkes Unwetter die Show beeinträchtigt, hat es in den vergangenen Jahren immer wieder gegeben. Erst 2011 mussten die Kandidaten vorübergehend aus dem Lager evakuiert werden. Doch offenbar ist es seit Beginn der Ausstrahlung 2004 noch nie so schlimm gewesen wie diesmal. "Sollte sich die Situation verschärfen, werden wir operativ entscheiden, ob wir evakuieren und die Show abbrechen", sagte Küttner.

Derzeit befinden sich noch sechs Kandidaten im Dschungel: Micaela Schäfer, Vincent Raven, Kim Gloss, Rocco Stark, Brigitte Nielsen und Ailton. Eigentlich soll die Show bis Samstagnacht andauern. Wenn alles planmäßig läuft, wird erst dann der Dschungelkönig gekürt. Es scheint jedoch nicht ausgeschlossen, dass das Wetter den Kandidaten einen Strich durch die Rechnung macht.

Das wäre vor allem für RTL extrem bitter: Die Show beschert dem Privatsender bislang Traumquoten, der Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag bereits mehrfach über 40 Prozent - ein Wert wie aus längst vergangenen Zeiten, als es nur drei Programme gab.

che