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Interview

Dschungelcamp 2019: Dschungelkönigin Evelyn Burdecki: "Der Streit mit Domenico war sehr hart für mich"

Evelyn Burdecki hat das Dschungelcamp als Siegerin verlassen. Im Gespräch mit dem stern spricht die neue Königin über die vielen Lästereien im Camp, ihren Ex-Freund Domenico und ihre Pläne für die Zukunft. 

Dschungelkönigin Evelyn Burdecki

Evelyn Burdecki hat sich in die Herzen der Dschungelcamp-Zuschauer gequasselt. Mit ihrer naiven und ehrlichen Art galt die ehemalige "Bachelor"-Kandidatin schon früh als Favoritin. Jetzt hat sie die Dschungelkrone gewonnen. Der stern erreicht Evelyn am Tag nach dem großen Triumph. Und das Gespräch fängt direkt mit einem klassischen Burdecki-Satz an. "Ich bin hier oben auf'm Hotel am Stehen", erklärt die 30-Jährige. Sie wirkt noch immer aufgelöst und glücklich. Hilti, um es mit Burdeckis Worten zu sagen. 

Frau Burdecki, erstmal herzlichen Glückwunsch. Hätten Sie mit dem Sieg gerechnet?

Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet und ich weiß auch immer noch nicht, was hier gerade passiert ist. Ich bin überwältigt. Meine Gefühle gehen auf und ab. Meine Seele ist noch irgendwo im Dschungel. Das dauert auch ein paar Tage, bis ich das realisiere. Vielleicht wenn ich heute Abend im Bett bin, eingeschlossen mit meiner Pizza und meinen Pommes und meinen Getränken.

Was war für Sie die größere Herausforderung im Camp: die Prüfungen oder die anderen Stars?

Jede Stunde war eine Herausforderung. Das da drinnen durchzustehen. Jeder Tag, jeder Abend, jedes Reiskorn, jede Bohne. Einfach alles war eine Herausforderung. Und auch, sich selber unter Kontrolle zu haben, damit man nicht vorzeitig abbricht.

Im Camp gab es viele Streitherde und es wurde oft gelästert. Wie haben Sie die Stimmung empfunden?

Ich habe mir von Vornherein gesagt: Evelyn, das sind alles verschiedene Charaktere. Du kennst diese Menschen nicht. Du weißt nicht, was sie in ihrem Leben durchgemacht haben und was vorher war. Deshalb habe ich versucht, mit allen so neutral wie möglich umzugehen und mich nicht einzumischen, wenn der eine oder andere mal gelästert hat. Es hat keiner verdient, dass man in so einem Format schlecht über ihn spricht oder Vorurteile hat. Lieber Harmonie als Psychiatrie. Es ist sowieso schon eine Extremsituation, da ist Wärme für mich das Wichtigste.

Dschungelcamp 2019 Evelyn Burdecki

Dschungelcamp-Gewinnerin Evelyn Burdecki mit den Moderatoren Daniel Hartwich und Sonja Zietlow.

Glauben Sie, dass sie deshalb gewonnen haben?

Ich war so, wie ich bin und habe meine Gefühle gezeigt. Mir war wichtig, da drinnen zu reden. Denn den Fehler habe ich früher immer gemacht: Ich habe immer alles runtergeschluckt. Das Beste, was du machen kannst, ist zu sprechen. Dann weiß der Zuschauer, wie du dich fühlst. Darauf bin ich sehr stolz. Hätte ich das nicht gemacht, wäre ich nicht so weit gekommen.

Ihr Ex-Freund Domenico de Cicco war ebenfalls im Camp. Inwiefern hat Sie der Streit zwischen Ihnen belastet?

Der Streit mit Domenico war sehr hart für mich. Ich war sehr emotional, weil ich ja auch nicht raus konnte und Domenico auch nicht. Ich wusste nicht, damit umzugehen. Das war ein Megakampf, weil ich im Vorfeld schon Angst vor der Situation hatte. Ich liebe ihn nicht mehr und ich habe mit ihm abgeschlossen. Aber ich wünsche ihm, seiner Familie und seinem Kind, natürlich trotzdem alles Gute. Leider hat es mit uns nicht geklappt. Aber irgendwann werde ich auch noch meine Liebe finden.

Haben Sie sich nach Ihrem Sieg schon ausgetauscht?

Ja, er hat mir schon gratuliert. Wir werden ab jetzt keinen Kontakt mehr haben, das weiß ich. Der letzte Kontakt war das Dschungelcamp.

Auf einer Schatzsuche sind Sie mit Bastian Yotta aneinandergeraten. Haben Sie das Gefühl, er hat verstanden, warum Sie in der Situation Angst hatten?

Ich denke schon, dass er mich verstanden hat, weil ich es ihm erklärt habe. Es lag mir wirklich auf dem Herzen, weil ich nicht wusste, warum er so mit mir umgegangen ist. Aber Reden ist Gold und Schweigen ist Silber, deshalb wollte ich es ansprechen. Ich glaube, es hat ihm auch wirklich Leid getan.

Jetzt haben Sie schon fast alle Reality-TV-Formate durch. Was könnte als Nächstes kommen?

Ich weiß noch gar nichts, nur, dass jetzt viel auf mich zukommen wird. Ich habe auch noch nicht auf mein Handy geguckt. Jetzt möchte ich erstmal zu meinen Eltern in meine kleine Märchenstube, zu Hause in Düsseldorf. In mein Kinderzimmer, Pyjama anziehen, Haare zu machen und gucken, was überhaupt passiert. 

Woher kennt man eigentlich Evelyn Burdecki?