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Dschungelshow, Tag 7 "Gravaioli und Abbaritschios" – ein Bewohner spricht schon in Zungen

Christina Dimitriou, Oliver Sanne und Sam Dylan (v. l.) bekamen fiese Tiere in die Kisten geschüttet
In dieser Dschungelprüfung ging es "Um Kopf und Kragen": Christina Dimitriou, Oliver Sanne und Sam Dylan (v. l.) bekamen fiese Tiere in die Kisten geschüttet
© Stefan Gregorowius / TV Now
Altes Trio raus, neues Trio rein! Da-Da-Das sind die Neuen: Ein Ex-Bachelor, eine Dingens und der andere von der, na, wie heißt er noch?
Von Ingo Scheel

Allem Anfang wohnt ein Schaudern inne: Hat Sam Dylan eigentlich was von den acht Eimern Hühnerherzen aus der Dschungelprüfung rausgeschmuggelt und sich aufs Haupt drapiert oder sahen seine Haare schon vorher so aus, als hatte eine altersschwache Eule ihr Gewölle auf seinen Kopf erbrochen? Vielleicht ist die Beleuchtung auch einfach nur ungünstig. Das hatte man ja schon bei Bea Fiedler erleben müssen. Gefühlt 48, optisch mehr so Best Ager kurz vor Treppenlift-Status, da kann doch irgendetwas nicht stimmen. Überhaupt: Hatte man der ibizenkischen Reggae-Königin eigentlich in weiser Vorraussicht "Bea 04" auf den Rücken getackert? In Gelsenkirchen kann man darüber gar nicht lachen. Fest steht jedenfalls, dass Bea sich am Vortag verfiedlern musste. Lars und Lydia trollten sich ins Halbfinale. Und ein neues Triple bezog das Kartonhaus in Köln-Hürth-Efferen.

Die ohnehin niedrigen Hemmschwellen fallen schneller

Von den drei Luxuslimousiinen, die am ersten Tag noch Tic Tac Zoe in den Knast kutschierten, ist nur noch eine übrig geblieben. Für Sam und Christina und Oliver kein Problem, die drei haben bereits eine umfassende Reality-Ochsentour hinter sich und sind Zusammenrücken gewöhnt. Kennen werden sie wohl nur die Experten, wobei Oliver Sanne, vom Look her immer so ein bisschen Ben Affleck kurz vorm Daddelhallen-Rückfall, wohl der geläufigste Name ist. Beim "Bachelor" verteilte er einst die Rosen. Heute sitzt er in Efferen auf einem Plumpsklo und erzählt von seinen fünf Versuchen, bis es beim ersten Mal Poppen endlich geklappt hat. Oliver steht auf Busen, klatscht gern auf Hintern, sein Spitzname entsprechend: El Romantico.

Auch bei Sam Dylan fallen die ohnehin niedrigen Hemmschwellen schneller, als der erste Prosecco entkorkt ist. Das Hühnchen mit dem Duttscheitel war wohl bei "Prince Charming", ist mit einem Typen namens Rafi Rachek liiert und wenn es nach ihnen geht, dann soll Weihnachten am liebsten ein Kind bei ihnen unterm Tannenbaum sitzen. Bis das aber soweit ist, gibt es erstmal Asti oder Schampanja oder sonstiges Bubblewasser. Hauptsache, es prickelt, dann klappt es auch mit den direkten Fragen. Ob denn Christina wohl schon mal für Geld gepoppt hätte, Stichwort Sugardaddy, wollte er wissen. Die reagierte so, wie man reagiert, wenn man schon bei "Sex On The Beach" und "Dingens Island" durchgenudelt wurde: Ohne eine Miene zu verziehen.

Wobei… Das mit der Miene ist wohl ohnehin nicht so ganz einfach, denn die gute "Ghetto Bitch" hat ein Hobby, sie steht auf, O-Ton Sam Dylan, "OP-Operationen". Man weiß ja ungefähr, was gemeint ist, vor allem, wenn man Christina Dimitriou an den Lippen hängt, die so aussehen, als wären Teile von Djamila Rowe schon Tage vor ihrer Ankunft hier eingetroffen.

Sam jedenfalls hat auch sonst einiges an verbalen Eigenkreationen im Köcher, spricht von "Gravaioli" und "Abbaritschios", es soll sich bei beidem wohl um Speisen internationaler Herkunft handeln. Und er wünscht sich, dass alles "harmononisch" laufen möge, auch wenn alle so langsam aus ihrer "Petrouille" rauskommen. Christina jedenfalls erweist sich als robust eingerittenes Reality-Ross, mit gutem Auge für die Örtlichkeiten: "Hier kackst du, hier pisst du". Hätten wir das also auch noch einmal geklärt. Danach mit Katzenstreu ablöschen.

Bei der Prüfung geht es schließlich um "Kopf und Kragen". Dabei stecken die Häupter der Kombattanten in je einem Glaskasten, darin auch Schlangen, Kakerlaken oder eben, wie im Falle von Sam, Innereien-Abfälle vom Schlachthof. Währenddessen müssen Wissensfragen beantwortet werden. Dass Oliver wie aus der Pistole den Satz des Pythagoras aufsagen konnte – a2 + b2 = c2 – war dann allerdings doch etwas erstaunlich. 

Am Ende gab es vier von zwölf Sterne. Solide. Während sich dann im Studio noch Daniel Hartwich und Sonja Zietlow mit Peter Orloff, Evelyn Burdecki und Gisele Oppermann, den Helden und Heldinnen aus Staffel 13, über alte Zeiten unterhielten, ging es für die drei Fragezeichen zurück in die Bude und damit endlich wieder an die Buddel. Stößchen, Prösterchen, mit Whiskey gurgeln und Sektchen exen – kaum hat Sam ein Flasche No-Name-Prickel gestürzt, kotzt er sich beinah vorn in den Kragen. Wenn einem soviel Gutes wird beschert, das ist dann auch noch einige essentielle Fragen wer: Wer wird der Samengeber bei Rafi und Sam? Wie tanzt man angeschossen Discofox? Und wie macht Oliver Sanne wohl Petting?

Einiges davon sollte besser unbeantwortet bleiben, anderes wird wohl noch geklärt. Und wenn man dem Trailer für den heutigen Abend glauben kann, dann brechen schon am zweiten Tag alle Dämme. Und damit ist zum Glück nichts aus dem Sanitärbereich gemeint.

fs

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