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RTL-Dschungelcamp Im Gestrüpp der Gerüchte


Noch immer hat RTL nicht bekanntgegeben, wer am Freitag ins Dschungelcamp einziehen wird. Doch seit Wochen sprießen die Gerüchte. Aktuell werden Schwimmer Thomas Rupprath und Mathieu Carrière gehandelt. Woher kommen die Spekulationen - und wem nützen sie?
Von Carsten Heidböhmer

Schwimmer Thomas Rupprath und Schauspieler Mathieu Carrière gehen ins Dschungelcamp. So lautet die jüngste Spekulation über die am 14. Januar startende Ekel-Show. Seit Wochen brodelt die Gerüchteküche, immer neue Kandidaten werden ins Spiel gebracht und wieder verworfen. Es würde verdammt eng im australischen Urwald, wenn alle A-, B- und C-Promis tatsächliche teilnähmen, die in den letzten Wochen als "heißer Tipp" gehandelt wurden. Der frühere Hamburger Innensenator Ronald Schill, Model Sarah Knappik, der aus "Bauer sucht Frau" bekannte Schäfer Heinrich, der Transsexuelle Florian Stöhr, Popsänger Markus oder Schlagerstar Michael Wendler - ihre Namen fielen bereits im Zusammenhang mit der Show. Doch mit großer Wahrscheinlichkeit werden sie sich das Dschungelcamp nur vom Fernseher aus anschauen.

Die meisten dieser Gerüchte wurden von der "Bild"-Zeitung gestreut, die ständig neuen Klatsch verbreitete: Als etwa die lange favorisierte Tatjana Gsell ihre Absage bekanntgab, hatte die Boulevard-Zeitung gleich einen Ersatz bereit: den Rapper Kay One. Doch der dementierte umgehend.

RTL schweigt

Von dem ausrichtenden Sender RTL, der es eigentlich wissen müsste, hört man dazu seit Wochen das Gleiche: gar nichts. Zu Spekulationen über mögliche Kandidaten fürs Dschungelcamp äußert sich der Privatsender grundsätzlich nicht. Warum auch? Es kann der Sendung nichts Besseres passieren, als dass sie mit immer neuen Gerüchten ins Gespräch gebracht wird. So ist "Ich bin ein Star - holt mich heraus" seit Wochen ein Thema, lange bevor der erste Kandidat seinen Fuß auf australischen Boden gesetzt hat.

So sehr RTL von den brodelnden Gerüchten profitiert, so großen Wert legt man darauf, die Spekulationen nicht selbst anzuheizen. "Wir geben keine Informationen an Medien heraus", heißt es beim Kölner Sender. Eine Absprache mit der "Bild"-Zeitung weist man klar zurück.

Gnadenhof für abgehalfterte Mediengestalten

Auch für den ein oder anderen Ex-Promi könnte es sich durchaus lohnen, im Zusammenhang mit der Ekel-Show genannt zu werden. Zwar ist das Dschungelcamp nur der Gnadenhof für abgehalfterte Mediengestalten, der noch ein letztes Bisschen Aufmerksamkeit garantiert. Doch das ist für viele besser als gar nichts. Und selbst wenn die Gerüchte über ihre Camp-Teilnahme falsch sind: Für einen Popsänger wie Markus, der in den 80er Jahren mit "Ich will Spaß" einen Hit hatte, oder Sarah Knappik, die einzig durch ihre Teilnahme an der Castingshow "Germany's Next Topmodel" kurzzeitig bekannt wurde, ist es schon ein Gewinn, dem medialen Vergessen wenigstens für einen Tag zu entrinnen.

Als gesichert gilt dagegen die Teilnahme von Kommune-1-Bewohner Rainer Langhans. Daneben kristallisieren sich die folgenden Kandidaten heraus: "Knastlesbe" Katy Karrenbauer, Fernsehmoderator Peer Kusmagk, "Weddingplaner" Frank Matthée, "Jahrhundert-Playmate" Gitta Saxx und Ex-Bro'Sis-Sängerin Indira Weis. Dazu kommen wohl auch Rupprath und Carrière. Doch ganz genau wird man es erst am Dienstag wissen: Dann wird RTL alle Spekulationen beenden und die Kandidaten bekanntgeben. Die vielen Gerüchteköche müssen sich dann ein neues Thema suchen.


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