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Dschungelshow auf RTL: Die Rückkehr des Mutantenstadels

Es ist wieder soweit: Für die dritte Ausgabe von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" schickt RTL C-Promis zum Maden-Essen in den australischen Busch. Jetzt stehen auch die Kandidaten fest: Unter anderem sind im "Dschungelcamp" Ex-Pornostar Michaela Schaffrath, Ex-Nationaltorhüter Eike Immel und Ex-Schlagerstar Bata Illic. Ein Vorgeschmack.

Von Peter Luley

Waren wir nicht eigentlich durch damit? Hatten das Phänomen als überholtes "Ekel-TV" zu den Akten gelegt? Die beiden bisherigen Staffeln der vieldiskutierten, sogenannten Dschungelshow mit dem euphemistischen Titel "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" liefen schließlich im Jahr 2004, noch in der Amtszeit Gerhard Zeilers als RTL-Boss. Trotz guter Quoten hieß es nach zum Teil heftiger Kritik damals diplomatisch, der hämische Ringelpiez um Ex-Promis im Karrieretief bilde ein zu schwieriges Werbeumfeld, deshalb sei damit erst mal Schluss.

Zeilers Nachfolgerin an der Senderspitze, Sauberfrau Anke Schäferkordt, vermittelte in der Folge die Botschaft, eher auf US-Serien und verlässlich keimfreie Familienunterhaltung als auf schrillen Radau setzen zu wollen. Motto: "DSDS" und Halbpromi-Tanzen ja, aber bitte keine Kakerlaken-Duschen. Noch im Mai 2007 äußerte sich RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" ablehnend zu einer Neuauflage: Man werde nicht mit dem "Strohfeuer" einer Eventprogrammierung das etablierte Sendeschema aufbrechen. Außerdem fehle es in Deutschland an der "Traute, solch ein Spaßformat auch als solches anzuerkennen".

Verlockung der Traumwerte

Schön war die dschungellose Zeit - doch nun hat RTL einen Strategiewechsel vollzogen. Man wolle mal wieder Gesprächsthema Nummer eins sein, hört man aus Köln. Die Änderung des Sendeablaufs für 16 Tageszusammenfassungen, in denen die erprobten Sado-Moderatoren Dirk Bach und Sonja Zietlow die verbalen und physischen Schlammschlachten der Probanden kommentieren, stellt auf einmal kein Problem mehr dar. Zu verlockend schien den Programmverantwortlichen offenbar die Vorstellung, noch einmal in die Nähe der einstigen Traumwerte von bis zu zehn Millionen Zuschauern und über 50 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe der 14 bis 49-Jährigen vorzustoßen.

Mit der Finalshow und der Kür des "Dschungelkönigs" am 26. Januar will man gar das bisher als unantastbar geltende ZDF-Samstags-Schlachtschiff "Wetten, dass...?" angreifen. Vor dem Hintergrund, dass am Montag auf RTL II mit ordentlichen Quoten die achte Staffel der Containershow "Big Brother", der anderen großen Trash-TV-Marke, angelaufen ist, ergibt sich derzeit ein merkwürdiges und etwas unheimliches Comeback der totgeglaubten Fernseh-Phänomene.

Der Plan mit dem "Gesprächsthema werden" hat unterdessen für RTL schon im Vorfeld gut geklappt: In bewährter Kooperation scheuten Boulevardblätter wie "Bild" und "Kölner Express" in den vergangenen Tagen keinen Rechercheaufwand, um vorab die Teilnehmer zu ermitteln. Zwar hatte sich RTL auf die Spekulationen fördernde Taktik verlegt, bis zum Sendetermin Namen weder zu bestätigen noch zu dementieren. Doch einen Tag vorher wurden die Kandidaten doch bestätigt: Ex-Porno-Darstellerin Michaela Schaffrath alias Gina Wild, die "DSDS"-Dritte Lisa Bund und die "Let's dance"-Gewinnerin Isabel Edvardsson für schwüle Erotik im auf Wildnis dekorierten Safari-Camp sorgen sollen.

Männlicherseits werden unter anderem Ex-Schlagerstar Bata Illic, Ex-Nationaltorhüter Eike Immel und Ex-"Bro'Sis"-Mitglied Ross Anthony als Kandidaten für den Verzehr von Känguruhoden und anderen Köstlichkeiten dabei sein.

"Wenn du nicht weiter weißt..."

Ausreichend notleidende Ex-Stars, die bereit sind, sich für Schmerzensgeld und noch so zweifelhafte mediale Aufmerksamkeit um die Nachfolge der bisher vom Publikum gekürten "Dschungelkönige" Costa Cordalis und Désirée Nick zu bewerben, wurden also schon mal gefunden. Und auch ein williger Sponsor konnte verpflichtet werden: Die Telekom wird vor, zwischen und nach den Pseudo-Mutproben mit dem Slogan "Wenn du nicht weiter weißt..." ihre Telefonauskunft bewerben. Muss sich also nur noch zeigen, ob auch die Zuschauer bereit sind für ein Comeback des Mutantenstadels.

Sendetermin: ab Freitag, 11. Januar, 22.15 Uhr, RTL

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(