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Peter Urban Er ist die deutsche Stimme des Eurovision Song Contest

Die Stimme von "Mister Grand Prix" gehört inzwischen zum Eurovision Song Contest wie die Punktevergabe: Peter Urban kommentiert dieses Jahr zum 18. Mal den ESC - ein wahrer Fan ist er trotzdem nicht.

Er ist "die deutsche Stimme des Eurovision Song Contest", Ironie und Wortwitz sind seine Markenzeichen: Der Musikjournalist Peter Urban (67) kommentiert für die deutschen Fernsehzuschauer im Jahr 2015 bereits zum 18. Mal den ESC.

Eigentlich ist der Moderator mit der unverwechselbaren Stimme seit zwei Jahren in Rente, doch er ist weiterhin als freier Mitarbeiter beim NDR aktiv und kommentiert so auch den 60. ESC in Wien fürs ARD-Fernsehen. 1997 war er erstmals der Kommentator.

"Wie eine musikalische Europameisterschaft"

Der 1948 in Bramsche (Niedersachsen) geborene Urban studierte in Hamburg Anglistik und Geschichte, bevor er 1977 über "die Poesie des Rock" promovierte. Er kam zum Hörfunk des Norddeutschen Rundfunks, moderierte Formate wie "Der Club", "NDR 2 Soundcheck Neue Musik", "Radiokonzert" oder "Nachtclub". Bundesweit wurde er aber erst als "Mister Grand Prix" genannter Eurovision-Kommentator bekannt.

Wichtig ist ihm die Distanz zum Gegenstand der Berichterstattung. "Ich laufe nicht wie der verrückte aufgedrehte Fan herum, sondern bin eher der, der sich einmal im Jahr damit beschäftigt und sonst das ganze Jahr etwas anderes macht", erklärte Urban, der in Hamburg lebt, seinen Zugang zum ESC. "Es ist ein Ausflug in eine andere Welt, der mich an ein großes Sportereignis erinnert - wie eine musikalische Europameisterschaft."

In Moskau war er nicht dabei

Nur einmal konnte er seit 1997 den Song Contest nicht kommentieren - das war 2009 in Moskau, als er wegen einer Hüftoperation im Krankenhaus lag. Damals übernahm Hörfunkmoderator Tim Frühling.

Urban weiß: "Ein Siegertitel muss Stimmen aus ganz Europa bekommen, Punkte zum Beispiel nur aus Ost- oder Nordeuropa reichen nicht - es muss immer von überall etwas kommen, mindestens mittlere Punktzahlen." Seit den 60er Jahren verfolge er den Grand Prix. "Aber ich bin nicht der absolut wahnsinnige Fan, der jede Einzelheit kennt und für den das das ganze Leben bedeutet."

kup/DPA DPA

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