Ex-Nachrichtensprecherin Eva Herman beklagt "Rufmordkampagne"


Eva Hermann sieht sich als Opfer einer "gewaltigen Rufmordkampagne". Die Zeit nach ihren umstrittenen Äußerungen zur Familienpolitik der Nazis bezeichnete die frühere Nachrichtensprecherin in einer Zeitschrift als "Alptraum".

Die frühere Nachrichtensprecherin und heutige Buchautorin Eva Herman sieht sich wegen ihrer umstrittenen Kommentare über die Nazizeit nach wie vor als Opfer einer "gewaltigen Rufmordkampagne". "Zählte ich lange zu einer der beliebtesten Moderatorinnen, so wurde ich nun innerhalb kurzer Zeit zu einer der umstrittensten Frauen gemacht", schrieb die 49-Jährige in einem Beitrag für die Illustrierte "Bunte".

Nach Hermans Worten halten viele Menschen zu ihr und unterstützen sie mit Zehntausenden Briefen, E-Mails und Einträgen in Internetforen. "Sie verstanden, worum es ging, schilderten ihre eigenen Lebensentwürfe, ihre Sorgen und Ängste und baten mich, diesen Weg weiterzugehen. Sie berührten mich tief und gaben mir Kraft, diesen Alptraum durchzustehen." Herman geriet wegen Äußerungen zur Familienpolitik der Nazis in die Schlagzeilen. Der NDR entließ sie im September. Im Streit über die Kündigung wollen sich Herman und der Sender außergerichtlich einigen.

AP AP

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