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"Game of Thrones": "Zum Kopfschütteln" - das sagen zwei Militär-Experten zur Schlacht um Winterfell

In der größten Schlacht der TV-Geschichte trafen in "Game of Thrones" die Lebenden auf die Untoten. Gruselig war dabei vor allem eines: die Strategie der Menschen. Warum, das erklären zwei Militär-Experten.

Auf diese Schlacht haben "Game of Thrones"-Fans lange gewartet

Auf diese Schlacht haben "Game of Thrones"-Fans lange gewartet

Getty Images

Achtung: Dieser Text verrät Inhalte der aktuellen achten Staffel von "Game of Thrones" und aus allen bisherigen Staffeln. Wer noch nicht alle Folgen gesehen hat und sich lieber überraschen lassen möchte, sollte hier aufhören zu lesen.

Am Montag war es soweit: In der laut den Machern "größten Schlacht der TV-Geschichte" trafen in "Game of Thrones" die Armeen der Lebenden auf die untoten Horden des Nachtkönigs. Während viele Zuschauer die Schlacht feierten, störten sich andere an der zu dunklen Umsetzung oder merkwürdigen erzählerischen Entscheidungen. Nun haben sich gleich zwei Militär-Experten zu der Schlacht geäußert - und ließen die Strategen Jon Schnee und Daenerys Targaryen ziemlich schlecht dastehen.

Die beiden Experten kommen aus sehr unterschiedlichen Richtungen. Während mit Jesse Tumblin bei der "Washinton Post" ein Geschichtsprofessor mit Fokus auf historische Schlachten zu Wort kam, sprach "Slashfilm" mit einem anonymen US-Offizier mit 15 Jahren Erfahrung auf dem Schlachtfeld. Doch so unterschiedlich die Hintergründe, so einig war man sich beim Fazit: Die Menschen hätten diese Schlacht wegen ihrer gigantischen Strategie-Pannen nie gewinnen dürfen.

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Nur eine einzige gute Idee

Die großen Fehler begannen schon bei der Vorbereitung. Um sich gegen eine so viel größere Armee behaupten zu können, muss man sie zwingen, so kleine Gruppen wie möglich in den Kampf zu lassen, sind sich beide Experten einig. "Die einzig taktisch einigermaßen gute Idee der Menschen war der Feuergraben", so Tumblin. Das Problem: Er war viel zu weit hinten im Schlachtfeld. "Der Graben muss die am weitesten entfernte Verteidigungslinie sein, nicht die erste vor der Burg", so der Offizier. "Und sie muss viel breiter sein." So wäre auch verhindert worden, dass die Untoten einfach eine Brücke aus Körpern darüber bauten.

Durch einen kleinen Einlass im Graben hätte man dann die Untoten zwingen können, in kleiner Zahl auf das eigentliche Schlachtfeld zu kommen, wo sie dann von den einzelnen Truppen und der Kavallerie beharkt worden wären. Stattdessen war es genau anders herum: Auf der Flucht vor den untoten Horden mussten die Menschen durch den engen Spalt - und die Wartenden wurden auf der anderen Seite massakriert.

 Verheizte Armeen in "Game of Thrones"

Ohnehin hätten sämtliche Armeen hinter den Graben gehört, sind sich die Experten einig. Vor allem die Dothraki wurden komplett verheizt. "Die größte Stärke der Kavallerie ist ihre Geschwindigkeit und Wendigkeit, so können sie fußläufige Truppen ausmanövrieren und ihre Kampfkraft genau dort einsetzen, wo sie gebracht wird", erklärt der Offizier. "Man hätte sie für Flankenmanöver aufheben sollen", pflichtet Tumblin bei. Zudem hätten die Dothraki mit ihrer Fähigkeit, vom Pferd den Bogen zu benutzen, viel gezielteren Schaden anrichten können. Stattdessen ritten sie frontal in eine unbekannte Gegnermasse - und wurden prompt komplett vernichtet. 

Auch die Unbefleckten wurden Opfer der schlechten Strategie. Statt sie zwischen Graben und Feste die einströmenden Horden bekämpfen zu lassen, verteidigten sie als menschlicher Schutzschild einen Graben - und starben letztlich sinnlos. Auch aus dramaturgischer Sicht ist das Ende dieser beiden Armeen eine merkwürdige Entscheidung, merkt "Game of Thrones"-Fan Tumblin an. Es stelle alles auf den Kopf, "was wir über diese Charaktere innerhalb der letzten sieben Staffeln erfahren haben." Warum sollte Daenerys die beiden Armeen, die ihr am treuesten waren so verheizen? Zumal sie den Krieg gegen die Untoten noch in der letzten Folge als "Jons Kampf" bezeichnet hatte.

Distanz-was?

Doch auch sonst trafen die beiden Kommandeure jede Menge falsche Entscheidungen. Die Katapulte hätte man viel früher eingesetzt, um das Schlachtfeld mit den brennenden Steinen zu beleuchten, statt einzelner, großer Brocken hätten größere Mengen kleinerer Steine viel mehr Schaden angerichtet, so der Offizier. Auch die Bogenschützen hätten weiter vorne platziert - oder eben vom Rücken der Pferde - viel früher in den Kampf eingreifen müssen.

Die wichtigste Distanzwaffe kam ohnehin kaum zum Einsatz: Aus irgendeinem Grund war man sich bei der Planung sofort einig, dass die Drachen zurückgehalten werden sollten. Dabei seien sie "die einzigen Waffen der Menschen, die alleine Schlachten entscheiden können", so Tumblin. Wären die Untoten durch einen effektiveren, weiter nach vorne verlegten Graben zum langsamen Weg durch den Spalt gezwungen worden, hätten die wartenden Horden für die Drachen "das perfekte Ziel für einen Luft-Boden-Angriff" geboten, so Tumblin. Dass sie den ursprünglichen Plan über Bord warfen und doch direkt eingriffen, nannte er "ironischer- und tragischerweise die militärisch effektivste Maßnahme der Lebenden in der ganzen Folge".

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Nach der langen, blutigen Nacht ist der Morgen angebrochen. Für Jon Schnee und seine Verbündeten dürfte die Erholungszeit aber kurz sein. Im Süden wartet die nächste Herausforderung.

Planlose Feste

Auch die Verteidigung der Burg ließ große strategische Mankos erkennen. Schließlich sei so eine Feste dafür gebaut "eine geschützte, gut zu verteidigende Position zu garantieren", so der Offizier. Sollten die Horden es bis zur Mauer schaffen, wäre das die Gelegenheit gewesen "die übrigen Bogenschützen von oben auf sie schießen zu lassen, sie mit Öl und Pech zu überschütten und so in Brand zu setzen". Doch von dieser klassischen Mittelaltertaktik scheinen die Nordlinge noch nie gehört zu haben, brennbare Materialien auf den Mauern fehlten. Stattdessen setzten sie sich nur mit Waffen gegen die hinaufkletternden Untoten zur Wehr und wurden überrannt.

Auch sonst nutzten sie die Vorteile der Feste kaum. "Die Gebäude selbst hätten als Rückzugsraum eingeplant werden müssen", so der Offizier. "Mit starken Mauern, engen Eingängen und möglichen Fluchtrouten, die dann hinter den Flüchtenden zum Einsturz gebracht worden wären." Wie beim Graben hätte man so die Horden zum Kampf in kleinen Gruppen gezwungen, statt einzeln von Dutzenden Gegnern im Hof überrannt zu werden, wie es in der Folge ständig zu sehen war.

Fehlende Führung

Das größte Problem sehen aber beide in dem Mangel an Führung. So lobt der Offizier zwar, dass einige der Hauptfiguren einzelne Regimente übernahmen - etwa Jorah bei den Dothraki oder Brienne bei den Unbefleckten. Eine echte Befehlskette, die Strategie-Wechsel übermittelt, fehlte aber. Zudem waren selbst die Kommandeure Jon und Dany irgendwann direkt in Kämpfe verwickelt. Tyrion hätte Recht gehabt, diagnostiziert er: Wäre er oben auf dem Schlachtfeld gewesen, hätte er einen Unterschied machen können. Dazu hätte es aber eine Kommunikationsebene durch Boten und Unteroffiziere gebraucht.

Die größte verschwendete Stärke sieht Tumblin bei Bran. Als vogelkontrollierender Warg wäre er "die effektivste Aufklärungswaffe der Lebenden" gewesen, so der Experte. "Aber statt ihn ihm Herzen der Kommandostruktur einzusetzen, wo er Aufklärungserkenntnisse dahin geben kann, wo sie gebraucht werden, parken sie ihn im Götterwald mit Theon. Wo er genau niemandem helfen kann." Und auch vor der Schlacht wurden Brans Fähigkeiten verschwendet. "Die Schlacht hatte zu Beginn zwei Probleme: Man wusste nicht, wo der Gegner ist, und man kannte ihre Stärke nicht. Beides hätte Bran in fünf Minuten herausbekommen können."

Eine durchaus vernichtende Kritik. Tatsächlich wäre die Schlacht ohne Aryas Sprung aus dem Nichts wohl ganz anders ausgegangen. "Vielleicht haben sie ja diskutiert, die Untoten mit einem leichten Ziel, das schnell fallen würde, auszutricksen. Um so die Arroganz des Nachtkönigs auszunutzen", versucht der Offizier das Desaster positiv zu sehen. Betrachtet man Jons verzweifeltes Rennen durch den Hof, um zu Bran zu gelangen, erscheint das aber eher unwahrscheinlich. Eine gute Nachricht gibt es aber: Wenn Daenerys und Jon auf Königsmund reiten, erwartet sie eine Angriffsschlacht. Vielleicht sind sie in diesem Szenario strategisch etwas klüger.

Quellen: Washington Post, Slash Film

Game of Thrones
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(