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"Game of Thrones": "Ich dachte, alle würden es hassen" - das sagt Maisie Williams zu Aryas großem Moment

In der neuesten Folge "Game of Thrones" hat Arya Stark einen großen Moment. Entsprechend intensiv sind die Reaktionen der Fans. Jetzt erzählte Darstellerin Maisie Williams, dass auch sie überrascht war - und mit der Wut der Zuschauer rechnete.

Game of Thrones

Achtung: Dieser Text verrät Inhalte der aktuellen achten Staffel von "Game of Thrones" und aus allen bisherigen Staffeln. Wer noch nicht alle Folgen gesehen hat und sich lieber überraschen lassen möchte, sollte hier aufhören zu lesen.

Es war wohl einer der überraschendsten Momente in "Game of Thrones": Nach der langen Schlacht gegen die Horden der Untoten stehen sich am Ende der Nachtkönig und Bran gegenüber. Gerade will der blaue Bösewicht sein Eisschwert ziehen - als aus dem Nichts Arya Stark durch die Luft auf ihn zufliegt. Obwohl er schnell reagiert und sie am Hals packt, kann sie ihm noch ihren Dolch in den Leib rammen. Der eisige König zerspringt in tausend Teile - und die Lebenden haben in letzter Sekunde gesiegt.

Auch Sansas Schwester Arya ist schon lange nicht mehr das kleine Mädchen, das sie zu Beginn der Serie war. Mit ihrer Fähigkeit, die Gestalt zu wandeln und ihren Rachegelüsten hat Arya viel Potenzial. Hier ist sie zunächst noch als sie selbst zu sehen, gehüllt in die typische Kleidung aus Winterfell.

Die von Maisie Williams gespielte Arya Stark gehörte für viele Fans zu den besten Figuren in "Game of Thrones"

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Es gab wohl selten so einen überraschenden Moment in der an spektakulären Wendungen nicht armen Serie. Entsprechend intensiv sind die Reaktionen der Fans. Doch auch Arya-Darstellerin Maisie Williams hatte den Twist nicht kommen sehen, verriet sie in einem Interview mit "Entertainment Weekly". Sie habe die Scripts vor dem gemeinsamen Probelesen nicht angesehen, erklärte sie der Zeitschrift. "Ich kam also zur Arbeit und alle sprachen über Episode drei und der Regisseur fragte mich: 'Hast du es schon gelesen?'", erinnert sie sich. Als sie verneinte, kam von Regisseur Miguel Sapochnik nur. "Oh, dann kann ich es dir nicht sagen."

Jubel am Set

Erst als man gemeinsam durch das Script gekommen war, erfuhr auch Williams, dass man Arya erkoren hatte, den Nachtkönig zu töten. "Es gab einen sch****-großen Jubel", erinnert sich Jon-Schnee-Darsteller Kit Harrington. Williams war völlig von den Socken. "Es war so unglaublich aufregend. Aber ich dachte sofort, dass alle es hassen würden, es Arya nicht gönnen würde. Wir hatten einen unbesiegbaren Gegner aufgebaut und dann fällt er so einfach", so Williams.

Auch Williams Freund soll skeptisch gewesen sein, als sie es ihm später erzählte. "Er sagte: 'Mhhh, sollte das nicht Jon machen?'" Erst als sie die Szene mit Melisandre drehte, in der diese Arya an ihre Prophezeiung erinnerte (hier erfahren Sie mehr), sei sie langsam mit der Idee warm geworden. "Ich erkannte, dass die ganze Szene die Geschichte genau dahin zurückbringt, wofür ich sechs Staffeln gearbeitet habe", so Williams. "Es läuft alles auf diesen Moment hinaus. Und es ist überraschend und das ist es, was diese Serie eben ausmacht. Also sagte ich mir: Leck mich Jon, ich bin dran." Kit Harrington wurde ebenfalls von der Wendung überrascht. "Ich dachte, ich würde das übernehmen. Aber es gefällt mir. Aryas Training hatte so ein Ziel."

Bei den Fans stieß der Twist auf geteilte Reaktionen. Während die meisten Fans sich durchaus damit anzufreunden scheinen, dass Arya der Bedrohung ein Ende setzt, ärgern sich viele über die Tatsache, dass sie quasi aus dem Nichts erscheint. Im Interview rechtfertigt der Regisseur Sapochnik die Entscheidung. "Ich dachte: Wenn wir Arya rennen sehen, wissen wir, dass etwas kommen wird. Also verloren wir ihren Handlungsfaden aus dem Auge und ließen sie dann als Überraschung erscheinen. Stattdessen konzentrierten wir alle Hoffnung auf Jon als Retter. Weil er das immer tut. Also folgten wir Jon kontinuierlich - und er scheitert. In letzter Minute. Ich hoffe, dass es als netter Twist gesehen wird, den keiner vorhersah."

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