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HBO-Serie "Chernobyl": Zwei Bergarbeiter bekämpften die Tschernobyl-Katastrophe - so sehen sie die HBO-Serie

Vladimir Naumov und Andrey Nasonov sind Bergarbeiter aus Tula, sie schuftetet unter dem geschmolzenen Reaktor. Gemeinsam mit einem TV-Team erlebten sie die Tage des Reaktorunglücks noch einmal vor dem Bildschirm.

Trailer: Chernobyl Mini Serie

Vladimir Naumov und Andrey Nasonov gingen als Bergleute nach Tschernobyl – als sie dort ankamen, hatten die Feuerwehrleute den Brand bereits gelöscht. Doch der heiße Kern des Reaktors drohte durch die Bodenplatte des Kraftwerks zu schmelzen. Um diesen Super-Super-Gau zu verhindern, sollten sie ein Kühlgerät unter der Platte montieren. Unter dem glühenden Herz des Reaktors. Ein Team von "Sky News" spürte die Rentner auf. Gemeinsam schauten sie sich die US-Serie über das Unglück an.

Viele Sowjetbürger kämpften gegen die Katastrophe - viele sind sehr stolz darauf. 

Viele Sowjetbürger kämpften gegen die Katastrophe - viele sind sehr stolz darauf. 

In der Serie und in der Wirklichkeit war der Einsatz ein Himmelfahrtskommando: Von den Feuerwehrleuten sind fast alle gestorben, von den Bergarbeitern starb inzwischen jeder Vierte an Krebs oder strahlungsbedingten Krankheiten. Doch Vladimir Naumov sagt auch heute noch: "Wer außer uns Bergleuten hätte gehen sollen? Ich und meine Kollegen wurden so erzogen. Nicht, dass wir zum Sterben dorthin gegangen wären, wir sind dorthin gegangen, um Leben zu retten."

Zuerst hätten sie geglaubt, dass nur Russland betroffen gewesen sei. Sie hätten ihre Familien und ihr Land retten wollen. Später erfuhren sie dann, dass die Strahlung ganz Europa erreicht habe.

Beim Zuschauen stört beide Kumpel, dass die Bergarbeiter beim Trinken auf der Arbeit gezeigt wurden. Sie lachen sich kaputt und schildern eine unglaubliche Schinderei unter dem Block, bei der an Alkohol nicht zu denken war. "Zwei Minuten, um den Karren zu beladen, ihn 150 Meter weit zu fahren, ihn zu entladen und wieder zurückzufahren." Drei Monate lang.

"Ich habe so etwas noch nie wieder gesehen. Ich bezweifle, dass jemand so etwas wieder tun wird." Und dennoch erinnern sie sich, wie "begeistert" sie ihre Arbeit dort verrichtet haben.

Trotz der Hitze habe anders als in der Serie niemand nackt gearbeitet und sie seien auch nie von Soldaten bedroht worden. Das sei ein wenig wie ein "Cowboy-Film", mokiert sich Naumov. Bis ihn sein Freund ihn bremst, er solle nicht so pingelig sein, das sei schließlich eine TV-Serie.

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Über die alten Sowjetwitze lachen beide noch heute. Doch sie seien als Gruppe immer respektiert worden. Der Bergbau hatte eine besondere Stellung in der Sowjetunion:  "Unsere schwere Arbeit unter Tage erhöhte das Selbstwertgefühl einer Person", sagte Nasonov. Anders als in der Serie seien sie sehr viel selbstbewusster mit Managern und Funktionären umgegangen.

Beide begrüßen die US-Serie, denn so würden sie und die anderen Bergleute der Welt in Erinnerung bleiben. Am Ende kühlte der Kern von allein ab, der Ausstauscher musste nie eingesetzt werden. Doch wer konnte das vorher wissen, fragen sie. "Was wäre, wenn der Boden zu schmelzen begonnen hätte und wir unsere Arbeit nicht gemacht hätten? Dann wäre es für alle schlimmer gewesen, nicht nur für uns Russen. Es ist gut, dass er nie gebraucht wurde."

Die Bergarbeiter sind auch heute noch stolz auf ihren Einsatz: "Jedes Mal, wenn ich auf einer Beerdigung von einem von uns bin und eine Rede halte, sage ich: "Er war ein großartiger Mann, er hat eine Heldentat vollbracht, wie es nur wenige Menschen getan haben! Er lebte sein Leben nicht umsonst!""

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(