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Satire-Sendung: Paukenschlag nach der Pause: Silbereisen übernimmt die "heute-show"?

Seit gestern Abend ist die "heute-show" aus der Neujahrspause zurück - und startete mit einem Paukenschlag. Am Schreibtisch saß nicht wie gewohnt Oliver Welke, sondern Traumschiff-Kapitän Florian Silbereisen.

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Damit hatte nicht mal Oliver Welke gerechnet. Im Einstieg zur ersten Sendung nach der Neujahrspause freut sich Welke noch gegenüber Korrespondent Ulrich von Heesen darüber, dass es gleich los geht. Der reagiert verdutzt. "Hat dir keiner was gesagt? Du bist raus!" Und tatsächlich: Am Schreibtisch sitzt niemand anders als Schlager-Fuzzi, Helene-Ex und Traumschiff-Kapitän Florian Silbereisen. "Ich bin jetzt hier der neue Kapitän beim Satire-Boom der Schlagerchampions", legt er gleich los.

Doch gleich nach dem folgenden Intro ist der Albtraum auch schon wieder vorbei. Die ZDF-Allzweckwaffe Silbereisen ist verschwunden, Welke sitzt wie gewohnt an seinem Platz. "Für alle die jetzt enttäuscht sind: Der Florian lässt sich entschuldigen. Sein Schiff geht gleich", feixt Welke. Und die Zuschauer atmen erst mal tief durch.

Schöner Rasen mit Enten-Scheuer

Hoffentlich nicht zu tief, denn die Luft im Studio ist schnell abgashaltig. Das hochkochende Thema Tempolimit rast natürlich auch an der "heute-show" nicht ohne Effekt vorbei. "Da macht man mal eben sechs Wochen Urlaub, kommt zurück - und lebt in einer Ökodiktatur", legt Welke gewohnt gut los. Und keilt gleich gegen Verkehrsminister Andreas Scheuer und seine Aussage, ein Tempolimit würde gegen den gesunden Menschenverstand verstoßen. "Alle anderen zivilisierten Länder haben eines. Aber die sind halt verrückt", witzelt Welke - und legt einen Einspieler von Scheurer mit einer riesigen Gummi-Ente drauf.

Scheurer sei "der Schutzheilige der deutschen Bleifüsse", führt Welke aus. "Du kannst uns Deutschen alles nehmen. Stolz, Sex, den Endsieg. Ganz egal. Aber nicht das Recht auf Rasen." Der Tempostreit wird nicht umsonst seit den Achtziger Jahre immer wieder geführt. "Wie wär's denn mal mit einem Kompromiss? Höchstgeschwindigkeit 150. Oder - keine Ahnung - 210 bei Nässe." Doch er sieht keine Chance. "Jedes Tempolimit bedroht die Freiheit. Das ist dieser neue Freiheitsbegriff. Das Recht des Deutschen, kleinere Autos von den linken Spur zu pöhlen."

Da hustet sogar der Dackel

Auch ein Lungenforscher, der die Schädlichkeit von Feinstaub anzweifelt, bekommt sein Fett weg. "Es gibt keinen einzigen Toten dadurch in Deutschland, auch nicht in Europa", erklärt der in einem Einspieler. Welke ist überzeugt. "Klingt plausibel. Als ich das gehört habe, habe ich direkt meinen Sommerurlaub am Stuttgarter Neckertor gebucht."

Dann lernen die Zuschauer noch mal eben, dass es gar nicht um direkte Schäden der Feinstäube geht, sondern diese vor allem Entzündungen beschleunigen und so sogar Krebs auslösen können. "Vor allem bei Menschen mit Vorerkrankung und Kindern. Wissen sie, die die auf Auspuffhöhe leben. Vom deutschen Dackel ganz zu schweigen", erklärt Welke ernst. Da muss sogar der Dackel in der Animation husten.

Dabei findet Welke die Debatte zur Höhe der Grenzwerte durchaus wichtig. "Aber mal eben die Wissenschaft an sich, inklusive 70.000 internationalen Studien zu Luftschadstoffen zu diskreditieren, nur um sich bei Bild und Co. einzuschleimen, ist irgendwie unwürdig, Herr Minister", hält er Scheuer eine Standpauke - während der im Hintergrund als Jean d'arc der Autoindustrie zu sehen ist. Da kann man nur hoffen, das die "heute-show" den Rest des Jahres weiter so auf den Punkt bleibt. Ganz ohne Silbereisen.

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Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
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