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Interview mit Tom Buhrow: "Washington war das Paradies, Hamburg der Olymp"

Die falsche Deutschland-Flagge bei der Fußball-EM war seine größte Panne, ein Interview mit Griechenlands Staatschef Papandreou sein spannendster Moment: Tom Buhrow blickt auf sieben Jahre zurück.

Nach sieben Jahren verabschiedet sich Tom Buhrow, 54, am Sonntagabend von den "Tagesthemen". Im Interview erzählt der künftige WDR-Intendant über Höhe- und Tiefpunkte seiner Moderation. Und lüftet ein Geheimnis.

Was werden Sie am Schluss Ihrer letzten Sendung am Sonntag sagen - sinngemäß?

Buhrow: "Ich möchte mich schon bei den Zuschauerinnen und Zuschauern bedanken. Sie haben mich ja doch einige Jahre in ihre Wohnzimmer gelassen. Wie genau, weiß ich noch nicht. Und dann ein ganz schnörkelloses Ende, wie die Leute es von mir gewohnt sind: Morgen ist ein neuer Tag."

Was war die spannendste "Tagesthemen"-Ausgabe, die Sie moderiert haben?

"Das war die Sendung, in der ich den damaligen griechischen Ministerpräsidenten Papandreou zu Beginn der Eurokrise interviewt habe. Ich fragte ihn, ob er persönlich den Deutschen garantieren könne, dass sie ihre Hilfsmilliarden zurück bekommen. Er hat es damals in den "Tagesthemen" ausdrücklich bestätigt."

Und die größte Panne?

"Da war diese Geschichte mit der falschen Deutschland-Flagge in unserer Grafik bei der Fußball-EM 2008. Ich habe es in dem Moment gar nicht mitbekommen, aber gerade die Boulevardzeitungen haben sich natürlich darauf gestürzt. Doch das gehört dazu. Fehler machen ist menschlich. Und wir haben aus Fehlern immer auch gelernt."

Welcher Politiker ist am schwierigsten zu interviewen?

"Ich möchte zum Abschied nicht nachkarten, das ist nicht mein Stil. Ich habe es immer sportlich genommen. Und nie persönlich."

Wäre es manchmal besser gewesen, wenn Sie den Interviewpartner noch härter angegangen wären?

"Das Wichtigste ist, Interviewpartner zu öffnen und sie nicht zu verschließen. Das krampfhafte Bemühen, ein Interview "hart" aussehen zu lassen, kann in eine Sackgasse führen. Im schlimmsten Fall steht die Pose im Vordergrund, das Interview selber ist am Ende aber nicht aufschlussreich. Das Entscheidende war für mich, dem Interviewpartner brauchbare Antworten fürs Publikum zu entlocken. Ob ich hart oder weich frage, laut oder leise, vorne oder hinten rum: Was zählt, ist das Ergebnis."

Im Rückblick: Hat der Job als US-Korrespondent nicht doch noch mehr Spaß gemacht?

"Ohne Spaß kein Erfolg. Und Erfolg macht ja auch Spaß: 2012 hatten wir bei den "Tagesthemen" den größten Zuschauerzuspruch seit 18 Jahren. Dieses Jahr ist er sogar noch ein bisschen gestiegen. Also: Washington war das Paradies - und Hamburg der Olymp. Ich durfte zwei Traumjobs nacheinander machen. Das wird mir jetzt noch einmal bewusst, und das macht mich zum Abschied auch demütig. Ich hatte in beiden Jobs viel Spaß. Und mit den "Tagesthemen" waren wir ja auch in der Welt unterwegs, zum Beispiel bei den US-Wahlen oder mit der Europatour. Also, keine Sorge, ich finde, ich hatte genug Auslauf."

Welche ausländische Nachrichtensendung sehen Sie am liebsten?

"Keine Frage: "World News" von ABC."

Bei welchen Gelegenheiten werden Sie künftig denken "Ach, doch schade, dass ich das nicht mehr mache bei den "Tagesthemen""?

"Natürlich bei allen Themen, die mit Amerika zu tun haben. Und wenn es um die Eurokrise geht, die ich als Moderator der Tagesthemen ja von Anfang an kritisch begleitet habe."

Was ist denn dran an den Gerüchten, dass sich künftig Thomas Roth und Ingo Zamperoni Ihre Stelle teilen?

"All die Spekulationen zeigen doch nur, wie wichtig die "Tagesthemen" für die Medien, aber auch für die Öffentlichkeit und die Zuschauer in Deutschland sind. Wir werden über diese wichtige Personalie noch vor der Sommerpause einvernehmlich in der ARD entscheiden."

Lüften Sie doch bitte noch folgendes Geheimnis: Wie erklärt sich Ihr dem Anschein nach fülligeres Haar im Tagesthemen-Studio? Jetzt können Sie es ja sagen...

"Ich schwöre: Ich habe nie ein Haarteil getragen! Das Geheimnis lautet: Mildes Licht. Und jedes Härchen wurde so gekämmt, dass es auch zu sehen war. Aber mal ernsthaft: Herzlichen Dank an die Maskenbildnerinnen und Maskenbildner, die mich all die Jahre gepflegt haben!"

Christoph Driessen, DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(