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"Mad Men" startet auf ZDF Neo: Einschalten!

Interessante Charaktere, packende Bilder, eine spannende Geschichte - alles Gründe, die für eine Fernsehserie sprechen könnten. Doch "Mad Men", auf ZDF Neo angelaufen, bietet noch viel mehr. Warum diese Serie ein Muss ist.

Von Ulrike Klode

Eine Serie über eine Werbeagentur in den USA? Langweiliges Thema. Dachte ich. Doch "Mad Men" wurde so stark im Netz diskutiert und in den USA mit Preisen überhäuft, dass ich mich dem einfach nicht entziehen konnte. Und ich habe der Serie über die Werbeleute im New York der frühen 60er eine Chance gegeben. Es hat sich gelohnt.

Aber von vorne. Der erste Eindruck von "Mad Men" ist, sagen wir mal, seltsam. Männer in Anzügen und mit viel Pomade im zurückgekämmten Haar, die das Sagen haben und selbst am frühen Morgen einen Grund für einen gepflegten Drink finden. Frauen in halblangen Röcken und mit viel Spray im aufwendig frisierten Haar, die nichts zu sagen haben und im Büro an den Schreibmaschinen sitzen. Nicht nur der Qualm der überall präsenten Zigaretten, sondern auch der Sexismus des dominanten Geschlechts wabert durch die Büroflure. Warum soll man sich heute diese Serie antun?

Charaktere, die überraschen

Diese Frage stellt sich nach zehn Minuten schon nicht mehr. Jetzt bricht sich die Faszination Bahn. Es ist fantastisch, wie originalgetreu bis ins kleinste Detail Kostüme, Kulisse und Geschichte sind. Die Haare! Die Klamotten! Die Originalmarken! Dann, nach 45 Minuten, der Abspann der ersten Folge. Verwunderung setzt ein: Wie? Das war's schon? Da ist ja gar nicht viel passiert. Die Geschichte ist sehr langsam erzählt - viel Platz für Dialoge, viel Raum für Bilder. Wenig Handlung und keine Action, die mitreißt. Trotzdem bin ich schon nach der zweiten Folge gefangen - unter anderem von ebendieser Langsamkeit. Denn so ist es möglich, die Charaktere richtig kennenzulernen, deren Geschichte nach und nach und nebenbei erzählt wird.

Da ist Don Draper (Jon Hamm), der kreative Kopf der Werbeagentur. Typ: Lonesome Rider. Mit Frau und Kindern in der Vorstadt und Geliebter in der City. Wortkarg, wenn es um ihn selbst geht. Wortreich, wenn er Werbekunden überzeugen will.

Da ist Peggy Olsen (Elisabeth Moss), die neue Sekretärin. Typ: graues Mäuschen. Die Klamotten zu bieder, die Ohren zu abstehend. Loyal, was ihren Chef Draper angeht. Unerbittlich, was ihr eigenes Leben angeht.

Da ist Betty Draper (January Jones), die Ehefrau von Don. Typ: makellose Mutter mit Modelfigur. Die blonden Haare perfekt gestylt, immer besorgt, was die Nachbarn denken könnten. Sie hat alles, spürt aber eine seltsame Leere.

Da ist Pete Campbell (Vincent Kartheiser), der Nachwuchs-Werber. Typ: Ehrgeizling und verwöhnter Sohn. Er stammt aus einer einflussreichen Familie, leidet darunter, dass sein Vater seinen Job nicht ernst nimmt und dass er auf das Geld seiner Frau angewiesen ist. Hat am Tag vor seiner Hochzeit einen Seitensprung - ausgerechnet mit Peggy.

Alles Charaktere, die in den einzelnen Folgen und in den folgenden Staffeln weiterentwickelt werden. Tiefgründig, abgründig, überraschend. Aber immer stringent. Und eigentlich ist es schwer, nur vier Personen zu nennen, denn immer mal wieder rücken auch andere Charaktere in den Mittelpunkt. Die kurvenreiche Chefsekretärin Joan Holloway (Christina Hendricks) zum Beispiel, die eine Affäre mit dem Chef der Werbeagentur hat: Sie ist Frauen gegenüber sehr durchsetzungsstark und kann jeden Mann um den Finger wickeln, doch als sie ihren zukünftigen Verlobten kennenlernt, kuscht sie vor seiner gewalttätigen Art. Genauso die Werber, die zum Team von Don Draper gehören - über jeden Einzelnen erfährt man hin und wieder so viel, dass man auch an ihrem Leben teilhat.

Schnuppern an lebendiger Gesellschaftsgeschichte

Langsamkeit, schöne Bilder, sich entwickelnde, tiefe Charaktere - all das bieten auch andere Serien, könnte man jetzt einwenden. Ja, stimmt. Aber was die Serie von allen anderen abhebt: Die Werbeagentur bildet nur den Rahmen, in Wahrheit dreht sich die Serie um die Rolle der Frau. Gerade mal fünfzig Jahre ist es her, dass Frau - den Mann umsorgend - am Herd steht oder die unterwürfige Sekretärin macht; dass Frau nach der Hochzeit mit dem Arbeiten aufhört; dass Frau als Freiwild angesehen wird, das betatscht werden darf. All das ist in seiner Normalität und Radikalität für uns heute kaum mehr vorstellbar. Und doch macht es eines klar: wie weit wir gekommen sind. Auch dank einer Peggy, die einfach zu gut ist, um eine unterwürfige Sekretärin zu bleiben - die es erträgt, dass ihr erst die Ignoranz der männlichen Kollegen und später Feindseligkeit entgegenschlägt, als sie zur Konkurrentin aufsteigt. Oder dank einer Betty, die sich nach viel mehr sehnt, als nur Mutter und betrogene Ehefrau zu sein - und kämpft.

Es ist dieses Schnuppern an lebendiger Gesellschaftsgeschichte, das diese Serie so unglaublich gut macht. Und dass die tatsächlichen geschichtlichen Ereignisse wie die allgegenwärtige nukleare Bedrohung während der Kuba-Krise oder das Entsetzen über Marilyn Monroes Selbstmord so alltäglich in das Geschehen eingewoben sind, ist noch das Tüpfelchen auf dem i. "Mad Men" ist ein Muss für jede moderne Frau - viel mehr als "Desperate Housewives", "Sex and the City" oder "Ally McBeal" zusammen. Und ich bin froh, ihr verfallen zu sein.

"Mad Men" läuft mittwochs um 22.30 Uhr auf ZDF Neo. Wer nach der ersten Folge ganz schnell weiterschauen will: Die ersten drei Staffeln gibt es auf DVD.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(